Oliver Pochers neuer WM-Song: Es hagelt Kritik, aber auch Zuspruch

Köln - Schon im Mega-Park auf Mallorca gab Oliver Pocher (44) eine Kostprobe seines neuen WM-Songs zum Besten. Die Reaktionen waren da jedoch eher negativ - er wurde ausgepfiffen. Nun ist das Lied auch auf YouTube zu hören.

Bei seinem Besuch in Katar im August war die Stadt noch wie leergefegt - bald wird sich das ändern, denn die WM steht in den Startlöchern.
Bei seinem Besuch in Katar im August war die Stadt noch wie leergefegt - bald wird sich das ändern, denn die WM steht in den Startlöchern.  © Screenshot/YouTube/Ballermann Hits

Bei einem Auftritt im Mega-Park im vergangenen August hagelte es Buh-Rufe für den neuen WM-Song. Der 44-Jährige nahm das Ganze jedoch gelassen - obwohl er statt 30 Minuten nur für 15 performte.

Nun hat der Comedian sein neues Fußball-Lied auch auf YouTube hochgeladen. Dort finden sich aber, anders als im Mega-Park, auch viele positive Kommentare! Der Message, die der Song trägt, können viele Zuhörer offenbar voll zustimmen.

"Bin alles andere als ein Pocher-Fan, aber dieser Song trifft es sowas von auf den Punkt. Auch wenn er häufig zurecht für seine große Klappe kritisiert wird, aber DAS was er hier, sagt trauen sich halt nicht viele", kommentierte eine Person auf YouTube.

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Mit Zeilen wie "Die FIFA brauchte ganz viel Geld, und Menschenrechte? Null problemo!" kritisiert Pocher ganz eindeutig die Geschehnisse in Katar.

Das Stadion in Katar wurde eigens für die Weltmeisterschaft gebaut, und das mit der Hilfe von Gastarbeitern. Die errichteten bei starker Hitze neue Stadien, aber auch einen Flughafen, Hotels und Straßen.

Der Song "Hurra, Hurra wir fahren nach Katar" von Oliver Pocher auf YouTube

Kritik wegen Verletzung der Menschenrechte

Für sein Musikvideo lief Oliver Pocher (44) mit Regenbogen-Binde durch Katar.
Für sein Musikvideo lief Oliver Pocher (44) mit Regenbogen-Binde durch Katar.  © Screenshot/YouTube/Ballermann Hits

Um die Einhaltung der Menschenrechte der Arbeiter wurde sich dabei nicht immer gekümmert. Der britische Guardian berichtete, dass insgesamt sogar 6500 Gastarbeiter in dem Land verstorben sind, seitdem 2010 entschieden wurde, dass die WM dort stattfinden würde. Zusätzlich geht man davon aus, dass die Dunkelziffer noch viel höher liegt.

Außerdem ist Katar dafür bekannt, besonders LGBTQ- und Frauen-feindlich zu sein. Homosexuellen droht dort sogar die Todesstrafe. Die Regenbogenflagge ist demnach nicht gern gesehen. In seinem Musikvideo trägt Oliver Pocher dennoch die Regenbogen-Armbinde, die auch Manuel Neuer bei der EM 2021 trug - und begab sich somit in Gefahr.

Neben den zahlreichen positiven Kommentare, die die Message befürworten, gibt es aber auch einige kritische Beiträge: "15.000 Tote, da kann man ja Witze drüber machen. Ballermann-Fans denken, das wäre kritisch und endlich sagt es mal einer", kritisierte eine Person.

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Die Meinungen zu dem Lied bleiben also weiterhin gemischt, ähnlich wie im Mega-Park. Dass die Kritik an der FIFA und der WM gerechtfertigt ist, bestreitet jedoch niemand.

Titelfoto: Montage: Screenshot/YouTube/Ballermann Hits

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