Oliver Pocher rechtfertigt sich nach Polizei-Einsatz und erntet Häme, sogar TV-Kollege äußert sich

Köln – Es ist nicht das erste Mal, dass Oliver Pocher (43) Kritik erntet. Am Freitag wurde der Komiker nach einem Konzert von Freund Pietro Lombardi (29) von der Polizei abgeführt. Dafür rechtfertigte er sich jetzt öffentlich. Seinen Fans passte das allerdings ganz und gar nicht.

Die Situation eskalierte, als Oliver Pocher (43) das Gelände nicht verlassen wollte.
Die Situation eskalierte, als Oliver Pocher (43) das Gelände nicht verlassen wollte.  © Montage: Screenshot/Instagram/oliverpocher

Seit Wochen trollt der 43-Jährige Influencerinnen auf Instagram und offenbart in seinen sogenannten "Bildschirm-Kontrollen", was ihm an ihrem Verhalten nicht so recht passt. Den einen gefällt es, den anderen nicht.

Diese kritischen Äußerungen machen den Comedian insbesondere in den sozialen Netzwerken zu einer kontrovers diskutierten Person.

Den Polizei-Einsatz nach einem Auftritt in Hartenholm bei Hamburg ließ der Ehemann von Amira Pocher (29) ebenfalls nicht unkommentiert und drehte eine Spezial-Folge seiner Bildschirm-Kontrolle ab. Dafür spielte er seinen Fans das gesamte Video seiner Diskussion mit der Polizei samt folgender Abführung vor.

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"11 Minuten und 50 Sekunden Blaulicht-Report. Und dann könnt ihr euch euer Bild machen und dann schauen, was ihr denkt und dann sind alle auch wieder entspannt, ganz entspannt und können weitermachen", erklärte der Komiker.

Zunächst erklärte er die Situation und stellte klar, dass die Polizei grundsätzlich ja einen guten Job mache und immer, wenn nötig, zur Stelle sei.

Bildschirmkontrolle XXL – Oliver Pocher rechtfertigt sich

Oliver Pocher erklärt, wie es zum Polizei-Einsatz kommen konnte

Der Komiker Oliver Pocher (43) stellt sich gern in den Mittelpunkt und geizt nicht mit Kritik.
Der Komiker Oliver Pocher (43) stellt sich gern in den Mittelpunkt und geizt nicht mit Kritik.  © Moritz Frankenberg/dpa

Außerdem solle man wissen, wann man der Polizei wie gegenübertrete. Er nannte den Rapper Fler (39) als Beispiel, der Polizei-Einsatzkräfte in der Vergangenheit bei Kontrollen scharf kritisierte und beleidigte.

Ob der Komiker sich allerdings besser verhielt als Musiker Fler, sollten seine Fans entscheiden. Und die waren einer Meinung: Pocher hat mit seiner Art eine Grenze überschritten.

Bevor er das gesamte Video zeigte, erklärte er noch, dass er während seiner Auftritte immer ins Publikum gehe. Daher tat er es auch bei seinem Überraschungsauftritt auf dem Konzert von Freund Pietro. Ihm sei natürlich bewusst, dass Corona eine große Rolle spiele. Er wies sogar noch auf die Maßnahmen hin – bei Pocher wie zu erwarten mit einem leicht ironischen Unterton: "Oh, echte Menschen. Bleibt auf eurem Platz. Corona-Regeln."

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Die 45 Sekunden, die Pocher nach eigener Aussage hinter der Absperrung beim Publikum verbrachte, haben das Fass für den Veranstalter zum Überlaufen gebracht und der 43-Jährige fand sich wenig später vor einigen Beamten der Polizei wieder.

Pocher legt sich erst mit Veranstalter an, dann kommt Polizei

Gemeinsam mit Ehefrau Amira Pocher (29) hat Oliver Pocher (43) einen Podcast. Mit ihrer Show gehen die beiden regelmäßig auf Tour.
Gemeinsam mit Ehefrau Amira Pocher (29) hat Oliver Pocher (43) einen Podcast. Mit ihrer Show gehen die beiden regelmäßig auf Tour.  © Tobias Hase/dpa

"Der hat aus reiner Fuckigkeit so reagiert, wie er reagiert hat", leitete Pocher das nachfolgende Video ein. Mit "der" meinte er übrigens den Veranstalter, der sich an das Hygiene-Konzept halten wollte, welches vorsah, dass niemand in den geschützten Bereich kommen durfte. Außerdem kam der Komiker spontan und unangemeldet zum Auftritt von Pietro, was den Organisatoren offenbar nicht passte.

"Meine Aufgabe ist es, das Hygiene-Konzept einzuhalten und nicht zu schauen, ob es eine Gefährdung gibt", erklärte er Pocher.

Daraufhin platzte es aus dem Promi heraus: "Wir haben 20 Konzerte gespielt, wir sind doch diejenigen, die euch den Arsch mehr oder weniger retten, indem wir hier auftreten und jetzt machst du hier so 'ne scharfe Ansage."

Zu viel für den Veranstalter, der die Polizei daraufhin anwies, Pocher vom Gelände zu schaffen. "Jetzt willst du hier als Dorfpolizei 'nen Scharfen machen oder was?", wetterte der Entertainer einem Polizisten entgegen. "Kümmer' dich doch um Leute, die wirklich was machen."

Damit war der Comedian nicht mehr weit von einem Polizeigriff entfernt und wurde durch das Tor vor das Gelände bugsiert. "Lass mich los", wiederholte er dabei immer wieder. "Das ist das Asozialste, was es gibt."

Moderator Thore Schölermann kommentiert Pochers Verhalten

Moderator Thore Schölermann (37) äußerte sich zu Pochers Verhalten und war der gleichen Meinung wie viele Fans des Entertainers: Pocher sei zu weit gegangen.
Moderator Thore Schölermann (37) äußerte sich zu Pochers Verhalten und war der gleichen Meinung wie viele Fans des Entertainers: Pocher sei zu weit gegangen.  © Annette Riedl/dpa

Dass der Komiker seine pikante Auseinandersetzung mit seinen Fans teilte und sich rechtfertigte, konnten diese absolut nicht nachvollziehen. Zumal die Beamten der Polizei durchweg ruhig auf Pochers Ausraster reagierten. Sogar entschuldigen sollten sie sich für ihr Verhalten. Für Fans ein Unding.

"Ein Eigentor das Video hochzuladen... peinlich Pocher", kommentierte der Nächste. Auch ein anderer Fan fand: "Ja, sorry ganz ehrlich, selbst schuld. Es gab klare Regeln vom Veranstalter. Wer meint, sich nicht dran halten zu müssen und den Anweisungen der Polizei nicht nachzukommen, braucht sich im Nachhinein nicht aufzuregen."

Selbst Moderator Thore Schölermann (37) kommentierte: "Nochmal: Ich feiere eigentlich deinen Humor, aber hier stellst du dich über alles! Behandelst die Polizisten respektlos, gefährdest 1000 Jobs im Konzertbusiness, die froh sind wieder arbeiten zu können … Wofür?! Damit du deine Show machen kannst?! Respekt vor den Polizisten, die in der Situation so ruhig geblieben sind! Ich hätte meine Fassung verloren und dich rausgeschliffen!!!"

Welche Konsequenzen sein Verhalten haben wird, weiß auch der Entertainer nicht. In einem ist er sich allerdings sicher: Er werde irgendwann wieder in Hartenholm auftreten.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/oliverpocher, Moritz Frankenberg/dpa

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