Vorteil Pocher: Comedian ringt Boris Becker vor Gericht nieder, doch der droht bereits mit Klage

Köln/Hamburg - Spiel, Satz und Sieg für Oliver Pocher (43)! In seiner langjährigen Dauerfehde mit Tennis-Legende Boris Becker (53) hat der Comedian vor dem Oberlandesgericht in Hamburg einen Sieg errungen.

Comedian Oliver Pocher (43) ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Comedian Oliver Pocher (43) ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen.  © Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

Auf dem Tennis-Platz hat Boris Becker großartige Erfolge gefeiert. Er war der jüngste Wimbledon-Sieger überhaupt und eine Tennis-Ikone der 1980er und 1990er Jahre. Privat musste das einstige Idol dagegen einige harte Niederlagen einstecken. In letzter Zeit haderte der Leimener mit Schulden, Steuerhinterziehung, Insolvenz und Pfändungen.

Und auch der ewige Kleinkrieg mit dem ehemaligen Viva-Moderator sorgt regelmäßig für Negativ-Schlagzeilen. Mal geht es zwischen den beiden um die Liebe, mal ums Geld - diesmal um das Wort "Insolvenzverschleppung", wie die Bild berichtet.

Im Jahr 2017 sagte Pocher laut Klage im TV über Becker: "Er hat einfach viele Leute geschädigt. Auch mit dem, was er nicht bezahlt hat. Und ich finde, da sind durchaus kriminelle Sachen mit dabei. Also weil es ist einfach eine Insolvenzverschleppung und auch Sachen, die er praktisch an dem Insolvenzverwalter vorbei gemacht hat."

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Kurz zuvor war der frühere Tennis-Star von einem Gericht in London für insolvent erklärt worden. Per einstweiliger Verfügung sorgte Becker allerdings 2019 dafür, dass Pocher ihn nicht der "Insolvenzverschleppung" und "krimineller Sachen" bezichtigen dürfe.

Boris Becker ist Tennis-Experte bei Eurosport

Becker-Anwalt: "Wir wollten Pocher zum Schweigen bringen!"

Das einstige Tennis-Idol Boris Becker (53) wurde 2017 von einem Gericht in London für insolvent erklärt.
Das einstige Tennis-Idol Boris Becker (53) wurde 2017 von einem Gericht in London für insolvent erklärt.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Alptraum aller Influencer ging in Berufung - und erhielt Recht. Das Gericht kam jetzt zu dem Schluss, dass sein Vorwurf der "Insolvenzverschleppung" durchaus gerechtfertigt sei, da es sich um seine eigene Meinung handeln würde und dies sei erlaubt.

Noch vor der Urteilsverkündung zog die Becker Seite die vorausgegangene einstweilige Verfügung zurück. "Ein Sieg für die Meinungsfreiheit", sagte Pochers Anwalt Simon Bergmann gegenüber der Bild-Zeitung.

Völlig kampflos will Boris Becker die Niederlage aber nicht hinnehmen. "Mein Mandant sieht das gelassen", kommentierte Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser.

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"Wir wollten damals mit der einstweiligen Verfügung Oliver Pocher erst einmal zum Schweigen bringen. Das Ziel haben wir erreicht. Jetzt werden wir ihn im nächsten Schritt verklagen." Dieses Match geht offenbar in den Tiebreak.

Bereits Ende 2020 waren die beiden Streithähne gerichtlich aneinander geraten. Becker hatte damals rechtliche Schritte gegen die Verleihung eines Fake-Preises im Rahmen von Pochers RTL-Show "Pocher - gefährlich ehrlich", bei der auch Olivers Frau Amira Pocher (28) mitwirkt, eingeleitet.

Der 53-Jährige, der dabei auch in einer Video-Schalte eingeblendet wurde, wusste bei Annahme des Preises natürlich nicht, dass es sich hier um eine frei erfundene Ehrung handelte. Kurz gesagt: Er wurde kräftig veralbert und Pocher nutzte das Material, um die Geschichte in den sozialen Medien zu verbreiten. Ein Streit um die Bildrechte entbrannte.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa, Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa, Bildmontage

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