Peter Maffay rechnet mit Corona-Politik ab!

München/Tutzing - Altrocker Peter Maffay (71) sieht die Kulturbranche wegen der Corona-Krise in höchster Gefahr – und rechnet mit den handelnden Politikern knallhart ab.

Peter Maffay (71) findet den Umgang mit der Kulturbranche herabwürdigend.
Peter Maffay (71) findet den Umgang mit der Kulturbranche herabwürdigend.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

"Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen", sagt der im bayerischen Tutzing am Starnberger See lebende Sänger und Gitarrist ("Sonne in der Nacht").

Während Autoindustrie oder Lufthansa mit staatlichen Milliardenzuwendungen großzügig unterstützt würden, verhungere der Kulturbetrieb am langen Arm der Bürokratie.

"Die Gelder, die in Aussicht gestellt werden, fließen viel zu langsam", so Maffay gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Es müsste alles viel schneller gehen, hier sind viele Existenzen bedroht."

Musiker seien offenbar nicht "systemrelevant", ärgerte sich der seit rund 50 Jahren erfolg- und einflussreiche Künstler.

Er habe am eigenen Leib erfahren, wie herabwürdigend es sich anfühle, so bezeichnet zu werden:

"Im ersten Lockdown wollte ich meine Tochter in der Kinderkrippe abgeben. Da hieß es: Das geht nicht - ich sei ja nicht systemrelevant."

Peter Maffay hat nichts für Corona-Leugner übrig

Für Corona-Leugner wie Xavier Naidoo (49) und Michael Wendler (48) hat Maffay gar nichts übrig. "Ich halte die Negierung eines existenten Problems für völlig falsch. Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich", hatte der 71-Jährige im Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" bereits Mitte Oktober gesagt. "Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft." TAG24 berichtete über Maffays klare Worte.

Doch die Corona-Pandemie hat auch heftige Auswirkungen auf die Stiftung von Peter Maffay, die benachteiligten Kindern und Jugendlichen hilft.

Für seine eigene Stiftung, die traumatisierten und benachteiligten Kindern neue Perspektiven und Lebensmöglichkeiten eröffnen soll, hat die Pandemie indes äußerst deutlich spürbare Folgen.

"Die Schwächsten unserer Gesellschaft, die traumatisierten Kinder, drohen aus dem Sattel zu rutschen. Wir haben einen deutlichen Rückgang, was die Besucherzahlen in unseren Einrichtungen anbelangt."

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

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