Wendler, Naidoo und Co.? Peter Maffay findet klare Worte für Corona-Leugner!

Tutzing - Peter Maffay (71) hat nichts für die Aussagen von Xavier Naidoo (49) und Michael Wendler (48) in deren Umgang mit dem Coronavirus übrig. Der Musiker spricht im Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester" deshalb Klartext. 

Peter Maffay (71) hat die Aussagen von Xavier Naidoo (49) und Michael Wendler (48) in deren Umgang mit Corona kritisiert.
Peter Maffay (71) hat die Aussagen von Xavier Naidoo (49) und Michael Wendler (48) in deren Umgang mit Corona kritisiert.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich halte die Negierung eines existenten Problems für völlig falsch. Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich", erklärt Maffay im Podcast für den Kölner Stadt-Anzeiger seine klare Haltung zur Pandemie, die weltweit viele Opfer gefordert hat und auch noch weitere fordern wird.

Ein "offenes Wort" mit Naidoo oder Wendler zu wechseln, um diese umzustimmen, sieht der 71-Jährige im Gespräch mit Politiker Wolfgang Bosbach (68) und Star-Koch Christian Rach (63) allerdings dennoch nicht als eine ernsthafte Option an. 

Ausschlaggebend für eine offenbar vorliegende Sinnlosigkeit sei eine festgefahrene Einstellung zu dem Thema: "Ich glaube, dass eine Argumentation in beiden Fällen nichts bringen würde. Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft."

Für seine eigene Stiftung, die traumatisierten und benachteiligten Kindern neue Perspektiven und Lebensmöglichkeiten eröffnen soll, hat die Pandemie indes äußerst deutlich spürbare Folgen. 

"Die Corona-Krise hat in jeder Form Auswirkungen auf die Stiftungsarbeit", schildert Maffay und führt im Podcast seine persönlichen Erfahrungen weiter aus: "Die Schwächsten unserer Gesellschaft, die traumatisierten Kinder, drohen aus dem Sattel zu rutschen. Wir haben einen deutlichen Rückgang, was die Besucherzahlen in unseren Einrichtungen anbelangt." 

Dies sei laut des Musikers, der im Alter von 69 Jahren selbst noch einmal Vater geworden war, der Fall, da "entweder die Mittel fehlen oder die Leute Angst haben, ihre Kinder auf eine Reise in unsere Einrichtungen zu schicken".

Peter Maffay spricht über Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie für Eventbranche

Peter Maffay (71) erachtet die Lage der Eventbranche aufgrund der Coronavirus-Pandemie als dramatisch.
Peter Maffay (71) erachtet die Lage der Eventbranche aufgrund der Coronavirus-Pandemie als dramatisch.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Auch die derzeitig schwierige Lage für alle, die in der Eventbranche tätig sind, kommt im Podcast zur Sprache. Diese sei laut Maffay "dramatisch".

"Die Situation für Künstler und Dienstleister ist seit über einem halben Jahr ein Lockdown", erklärt der Rockstar: "Wir sind von 100 auf 0 runtergefahren." 

So gebe es "keine Konzepte, die ökonomisch so funktionieren, dass sich die Branche selber helfen kann". "Wenn mehr Zuschauer zugelassen wären, würde sich die Branche selbst aus dem Schlamassel ziehen können. Doch selbst diese Möglichkeit ist uns verwehrt", führt der beliebte Musiker aus. 

"Da kommen Bestimmungen zustande, die eine Zahl an zulässigem Publikum definieren. Mit der kommt kein Veranstalter klar. Die Zahl, die jetzt gilt, erschließt sich mir nicht und ist fragwürdig", sagt Maffay, der selbst wenig Hoffnung auf eine für viele eigentlich wichtige staatliche Unterstützung hegt.

"Ich sehe im Moment zu wenig Anstrengung von der Politik, Künstlern genauso wie Dienstleistern, die immerhin den sechststärksten Wirtschaftszweig ausmachen, zur Hilfe zu kommen", erklärt Maffay, der in diesem Jahr bereits sein 50. Bühnenjubiläum feiert und an ein Ende der eigenen Karriere kaum denken dürfte. "Nach meiner Erfahrung sind die Hilfen, die in Aussicht gestellt wurden, bei den Akteuren nicht angekommen, weil das System so komplex ist. Und wenn Hilfen angekommen sind, reichen sie nicht aus. Diese Regierung und die zuständigen Stellen bewältigen das nicht."

Der Ausblick, sollte sich nichts ändern, fällt deshalb düster aus: "Selbst gesunde Strukturen, die vor einem halben Jahr solide gearbeitet haben, fangen an zu erodieren. Das betrifft einen großen Kreis. Wenn der wegbricht, wird man es in einem halben Jahr schwer haben, überhaupt auf eine Bühne zu gehen, weil die Dienstleister dann fehlen werden."

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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