#RespectMySize: Plus-Size-Models wehren sich mit Kampagne gegen Diskriminierung

Frankfurt am Main/Hamburg/München - Seit Sonntag melden sich zahlreiche Menschen mit Übergewicht auf der Foto- und Video-Plattform Instagram zu Wort und fordern Respekt ein. Mit einer Kampagne wehren sie sich gegen Diskriminierung und sogenanntes "Bodyshaming", also Anfeindungen aufgrund des Aussehens.

Die Montage zeigt Screenshots der Fotos, welche Brittney Johnston am Sonntag auf Instagram einstellte.
Die Montage zeigt Screenshots der Fotos, welche Brittney Johnston am Sonntag auf Instagram einstellte.  © Screenshot/Instagram/brittney_johnston_

Auch die Fashion- und Beautybloggerin Brittney Johnston aus Frankfurt am Main ist Teil dieser Bewegung. 

Sie veröffentlichte am Sonntag auf ihrem Instagram-Profil zwei Fotos, auf denen sie in eng anliegender schwarzer Unterwäsche posiert.

Die Bilder sind sehr körperbetonend, die runden Formen der Plus-Size-Aktivistin kommen deutlich zur Geltung.

Im ersten Bild ist auf einem Unterschenkel von Brittney Johnston das Wort "hässlich" zu lesen. Im zweiten Bild ergibt sich mit den Schriftzeichen auf dem zweiten Unterschenkel der Bloggerin der Ausspruch: "Ich bin nicht hässlich".

Der Post der Frankfurterin ist nur einer von vielen, die seit Sonntag mit dem Hashtag #RespectMySize auf Instagram erscheinen.

In allen diesen Wortmeldungen zeigen sich mehr oder weniger übergewichtige Frauen und Männer, stehen zu ihrem Körper und verlangen Respekt.

Plus-Size-Bloggerinnen aus Hamburg und München starteten Kampagne

Die Kampagne geht auf zwei Plus-Size-Bloggerinnen aus Hamburg und München zurück. Jules Schönwild (Hamburg) und die Influencerin Verena (ms_wunderbar, München) riefen die Aktion gemeinsam ins Leben.

Der Anlas dafür war offenbar die Aussage einer Hotelbesitzerin aus Cuxhaven, die keine übergewichtigen Gäste beherbergen möchte (TAG24 berichtete).

"Als ich vor knapp 2 Wochen das Interview der Hotelbesitzerin las, wurde ich wütend. Wütend über ihre Ignoranz und den Mut, solche Diskriminierungen öffentlich zu äußern. Es hat mir bewusst gemacht, wie alltäglich und ungeahndet solche Bemerkungen sind. Ich bekam von euch in 24 h so unglaublich viele und schockierende Nachrichten, dass schnell klar wurde: Wir müssen handeln!", schreibt Jules Schönwild in ihrem Instagram-Post vom Sonntag, mit dem sie die Kampagne mit initiierte.

Bodyshaming und andere Hass-Kommentare sind schon seit einiger Zeit immer wieder Thema in der Öffentlichkeit.

Auch zwei ehemalige Kandidatinnen der jüngsten Staffel der Reality-Show "Germany's Next Topmodel" haben mit einer Kampagne den Kampf dagegen aufgenommen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Screenshot/Instagram/brittney_johnston_

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