Schicksalsschläge für Hollywood-Star: "Zwei Familienmitglieder an Covid verloren"

London - Was für eine erschütternde Nachricht für Riz Ahmed (37)! Der Schauspieler erzählte in einem Interview mit der britischen "GQ Hype", dass er die Folgen der Coronavirus-Pandemie hautnah miterleben musste. 

Riz Ahmeds spielt in "Mogul Mowgli" den Rapper Zed "Zaheer" Anwar, den eine Autoimmunkrankheit aus der Bahn wirft.
Riz Ahmeds spielt in "Mogul Mowgli" den Rapper Zed "Zaheer" Anwar, den eine Autoimmunkrankheit aus der Bahn wirft.  © PR/Mughal Mowgli Ltd, BBC

"Seit wir gesprochen haben, habe ich zwei Familienmitglieder an Covid verloren", so der gebürtige Londoner, der längst den Sprung nach Hollywood geschafft hat und dort erfolgreich ist.

Er fügte hinzu: "Ich möchte einfach nicht glauben, dass ihr Tod und der aller anderen umsonst gewesen ist."

Wen genau es aus seiner Familie traf, sagte der 37-Jährige nicht. Doch für den Engländer mit pakistanischen Wurzeln ist das ein schwerer privater Schlag.

Dabei lief es vor der Corona-Krise beruflich zuletzt so gut für ihn. Erst am 21. Februar war er im Rahmen der 70. Berlinale im großen Zoo Palast, Kino 1, bei der Weltpremiere seines neusten Filmes "Mogul Mowgli" gut aufgelegt und bekam für seine leidenschaftlichen Reden nach interessierten Fragen aus dem Publikum mehrfach Szenenapplaus.

In dem sperrigen Werk spielt Ahmed die Hauptrolle eines Rappers, der sich von seiner Familie abgewandt hat, aber den Weg zurück zu ihr findet. Doch eine Autoimmunkrankheit stellt sein gesamtes Leben auf den Kopf. 

Ahmed steckte offenbar viel Herzblut in das Drama, denn er fungierte auch noch Drehbuchautor und Produzent.

Riz Ahmed (r.) stellte am 21. Februar in Berlin gemeinsam mit Regisseur Bassam Tariq seinen neuen Film "Mogul Mowgli" vor, der am selben Tag in der Panorama-Sektion der 70. Berlinale seine Weltpremiere feierte.
Riz Ahmed (r.) stellte am 21. Februar in Berlin gemeinsam mit Regisseur Bassam Tariq seinen neuen Film "Mogul Mowgli" vor, der am selben Tag in der Panorama-Sektion der 70. Berlinale seine Weltpremiere feierte.  © Gregor Fischer/dpa

Riz Ahmed spielte wichtige Rollen in "Rogue One: A Star Wars Story", "Jason Bourne" und "Venom"

Riz Ahmed verkörperte in "Rogue One: A Star Wars Story" den imperialen Piloten Bodhi Rook.
Riz Ahmed verkörperte in "Rogue One: A Star Wars Story" den imperialen Piloten Bodhi Rook.  © PR/PR/Disney & ™ Lucasfilm LTD/Jonathan Olley

Leider half auch sein starkes Spiel nicht, weil es einem die abstrakte Storyführung schwer machte, eine emotionale Bindung aufzubauen.

Deshalb enttäuschte  "Mogul Mowgli" im Gegensatz zu vielen anderen Krachern, in denen Ahmed in den letzten Jahren mitspielte.

Er machte schauspielerisch erstmals im Jahr 2006 auf sich aufmerksam, als er in dem brisanten Doku-Drama "The Road to Guantanamo" die Hauptrolle übernahm. Der endgültige Durchbruch gelang ihm 2010 mit der Terror-Satire "Four Lions".

Anschließend war er immer öfter in internationalen- und US-Produktionen zu sehen. 

So in "Centurion" (2010) an der Seite von Michael Fassbender und Olga Kuylenko, in "Trishna" neben Freida Pinto, mit der er auch in "Black Gold" (2011) an der Seite von Antonio Banderas zu sehen war oder im "Oscar"-prämierten Klassiker "Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis" (2014), wo er neben Jake Gyllenhaal die Hauptrolle spielte. 

Ahmed schaffte den Durchbruch und ergatterte immer öfter Rollen in Blockbustern. Ob in "Jason Bourne" (2016) mit Matt Damon, Tommy Lee Jones und Alicia Vikander, in "Rogue One: A Star Wars Story" (2016) neben Felicity Jones, Donnie Yen und Forest Whitaker, in "The Sisters Brothers" an der Seite von Joaquin Phoenix, John C. Reilly sowie erneut Gyllenhaal oder in "Venom" als Gegenspieler von Tom Hardy: Ahmed ist dick im Geschäft!

Seine Filme werden von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gesehen, weshalb man nur hoffen kann, dass er diese privaten Schicksalsschläge überwindet und nach der Corona-Krise wieder in vielen guten Filmen zu sehen ist. 

Titelfoto: Gregor Fischer/dpa

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