SPD und Linke scheitern: Xavier Naidoo darf Konzert geben!

Rostock – Der umstrittene Sänger Xavier Naidoo kann im August 2021 wie geplant in der Rostocker Stadthalle auftreten. 

Xavier Naidoo weist die Rassismus-Vorwürfe von sich.
Xavier Naidoo weist die Rassismus-Vorwürfe von sich.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Fraktionen von SPD und Linken scheiterten am Mittwoch bei einer Sitzung der Rostocker Bürgerschaft mit ihrem Antrag, das Konzert zu verbieten. 

Hintergrund des Antrags war, dass sich Naidoo ihrer Meinung nach in seinen Liedern antisemitischer Klischees und Codes bediene. Die Nähe zu Reichsbürgern und Rechtspopulisten und deren Inhalten sei von ihm wiederholt gesucht worden. 

Naidoo hatte Vorwürfe des Rassismus vehement zurückgewiesen, nachdem er im März die Jury der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" verlassen musste.

SPD und Linke betonten in ihrem Antrag, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und die künstlerische Freiheit zwar ein hohes Gut darstellten. 

Es könne aber nicht sein, dass die demokratischen Freiheitsrechte dazu genutzt werden, um Hetze zu betreiben und rassistische Statements zu verbreiten. 

"Die Grenzen der Meinungsfreiheit treten dort auf, wo diese zur Verbreitung intoleranten und diskriminierenden Gedankenguts missbraucht wird."

Die Stadtverwaltung hatte sich kritisch gegenüber dem Antrag gezeigt. Das Konzert sei nicht mit einer politischen Veranstaltung gleichzusetzen und es sei auch nicht bekannt, dass gegen Naidoo strafrechtliche oder verfassungsrechtliche Verfahren beantragt worden seien, die ein Auftrittsverbot rechtfertigen würden.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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