Schuhbeck gerettet! Investoren übernehmen Firmen des insolventen Starkochs

München - Eine ungenannte Investorengruppe will die Firmen des insolventen Starkochs Alfons Schuhbeck (72) und einen Großteil der Arbeitsplätze retten.

Alfons Schuhbeck (72) machte ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen für seine Insolvenz verantwortlich.
Alfons Schuhbeck (72) machte ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen für seine Insolvenz verantwortlich.  © Ursula Düren/dpa

Schuhbecks Münchner Restaurant "Südtiroler Stuben", der Partyservice und der Gewürzhandel bleiben erhalten, wie Insolvenzverwalter Max Liebig am Dienstag in München mitteilte. Geschlossen wird Schuhbecks zweites Restaurant "Orlando". Von den 120 Mitarbeitern sollen 90 weiter beschäftigt werden.

Dazu zählt auch Schuhbeck selbst, den die Investoren nicht aus dem Unternehmen verbannen. "Seine Person und seine Marke waren und sind auch in Zukunft Basis der geschäftlichen Aktivitäten der nun übertragenen Gesellschaften", sagte Liebig laut Mitteilung.

Die Investoren wollen die Schuhbeck-Firmen zum 1. November übernehmen und in einem neuen Unternehmen fusionieren - der Schuhbeck's Company GmbH. Bisher betrieb Schuhbeck eine Holding und mehrere Tochtergesellschaften.

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Damit zeichnet sich ein schnelles Ende des Insolvenzverfahrens ab. Schuhbeck hatte im Juli seine Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben und ausgebliebene staatliche Corona-Hilfen dafür verantwortlich gemacht.

Allerdings war die finanzielle Lage seines Firmengeflechts schon Jahre vor Corona sehr schwierig, wie aus den im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsberichten bis 2016 hervorgeht.

Alfons Schuhbeck im Visier von Steuerfahndung und Bundesamt für Justiz

Gegen den Koch laufen seit Längerem Steuerermittlungen, wie der Gastronom eingeräumt hat. Die Münchner Staatsanwaltschaft äußert sich unter Verweis auf das Steuergeheimnis nicht zu dem Fall.

Außerdem geht das Bundesamt für Justiz gegen Schuhbeck vor, weil er für seine Firmen seit 2016 keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht hat.

Titelfoto: Ursula Düren/dpa

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