"Das einzige, was mir wehtut": Schwesta Ewa gewährt intime Einblicke in ihr Leben

Von Marc Thomé

Düsseldorf/Köln/Frankfurt am Main - Autobiografie geschrieben, Haftstrafe hinter sich gebracht, neues Album in der Pipeline: Jetzt bekommt Schwesta Ewa alias Ewa Malanda (36) auch noch ihre eigene Dokumentation bei TVNow.

Schwesta Ewa kommt 2019 mit ihrem Kind zu einer Anhörung im Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Schwesta Ewa kommt 2019 mit ihrem Kind zu einer Anhörung im Bundesgerichtshof in Karlsruhe.  © dpa/Fabian Sommer

"Schwesta Ewa - Rapperin. Häftling. Mutter.", so lautet die sechsteilige Reihe. Alle Folgen werden zugleich ab dem 29. Juli bei TVNow abrufbar sein.

Darin werden Ewa und viele ihrer Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen ihren Werdegang von der Flucht als Kind aus Polen, über die Zeit als Prostituierte im Frankfurter Rotlichtmillieu bis zum Aufstieg als gefeierte Rapstar, der Geburt ihrer Tochter Aaliyah (2) und der anschließenden Haftstrafe beleuchten.

So sollen unter anderem Mitstreiter wie Xatar (39), SSIO (32), Katja Krasavice (24), Juju (28) und Visa Vie (34), aber auch Kindheitsfreunde, Kolleginnen und Beteiligte an ihrem Gerichtsprozess zu Wort kommen.

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Die Dreharbeiten begannen nach Ewas Haftentlassung im Februar dieses Jahres und führten die 36-Jährige in Begleitung eines Kamerateams in ihre Heimat in Polen, nach Kiel, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte, sowie nach Frankfurt.

"Ich wollte den Leuten zeigen, was mir alles im Leben widerfahren ist und warum ich die geworden bin, über die die Leute heute reden", sagt Ewa im Interview mit TVNow über die Motivation, diese Doku-Reihe zu machen.

Was würde Schwesta Ewa ihrem jüngeren Ich raten?

Die sechsteilige Doku-Reihe "Schwesta Ewa - Rapperin. Häftling. Mutter." ist ab dem 29. Juli 2021 bei TVNow zu sehen.
Die sechsteilige Doku-Reihe "Schwesta Ewa - Rapperin. Häftling. Mutter." ist ab dem 29. Juli 2021 bei TVNow zu sehen.  © TVNow

"Ich habe so viele Fehler in meinem Leben gemacht", sagt Ewa rückblickend. Mit denen könne sie aber leben, bis auf eine Ausnahme: "Das einzige, was mir wehtut, ist, dass meine Tochter wegen mir leiden musste."

Monatelang habe sie Aaliyah kaum gesehen, nachdem sie im Januar 2020 ihre Haftstrafe antreten musste. Jetzt sei jeder Moment, den sie mit der Kleinen verbringen könne, das Schönste auf der Welt.

"Aber die Schuldgefühle haben einen immer begleitet und das tun sie auch bis heute."

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Und was würde Ewa ihrem jüngeren Ich heute mit all ihrer Erfahrung raten: "Geh zur Schule. Geld ist nicht alles. Frankfurt ist gefährlich."

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer

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