Siegel-Musical "'N bisschen Frieden" floppt, kommende Vorstellungen bereits abgesagt

Duisburg - Nur sechs Tage nach der Weltpremiere mit viel Prominenz kommt schon das vorläufige Aus für das neue Ralph-Siegel-Musical "'N bisschen Frieden - Rock'n'Roll Summer" in Duisburg.

Der Sänger Tim Wilhelm (44, l.) und der Komponist Ralph Siegel (77) bei der Premiere des Musicals "N bisschen Frieden" am 20. Oktober 2022.
Der Sänger Tim Wilhelm (44, l.) und der Komponist Ralph Siegel (77) bei der Premiere des Musicals "N bisschen Frieden" am 20. Oktober 2022.  © Henning Kaiser/dpa

Der Ticketverkauf lief nach gerade einmal einer Handvoll Aufführungen so schleppend, dass alle noch geplanten Vorstellungen im Oktober und November im Theater am Marientor abgesagt wurden. Die 15 Vorstellungen im Dezember rund um Weihnachten sollen jedoch wie vorgesehen stattfinden.

Die Anzahl der verkauften Tickets liege "in einem Bereich, der einen wirtschaftlich sinnvollen Theaterbetrieb nicht erlaubt", sagte Theaterchef und Executive Producer Wolfgang DeMarco laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

"Die Aneinanderreihung der fortgesetzten Krisen der letzten zwei Jahre haben die Kulturbranche und die Kulturschaffenden großen Turbulenzen ausgesetzt, die hier wieder überdeutlich sichtbar werden", klagte der Wiener über die für alle Beteiligten "sehr traurige Entscheidung".

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Alle bisher gekauften Karten behielten ihre Gültigkeit und könnten für eine der Dezember-Vorstellungen umgetauscht werden, hieß es weiter.

Schauspiel-Star Heinz Hoenig soll im Dezember mitwirken

Die Musical-Macher wollen laut DeMarco nun "neue Kräfte sammeln" und "im Dezember noch besser zurückzukommen". Zum Restart am 16. Dezember könnte dann auch Schauspieler Heinz Hoenig ("Das Boot", "Der große Bellheim"), der mit 71 Jahren gerade noch einmal Vater eines Sohnes geworden ist, dabei sein.

Weil er sich zunächst seiner jungen Familie widmen wollte, hatte Hoenig sein Mitwirken am ersten Block von "'N bisschen Frieden" abgesagt.

In der deutsch-deutschen Liebesgeschichte spielt Hoenig den gealterten Stasi-Mann Erwin Krause, der nach 30 Jahren dem schon in der DDR von ihm verfolgten und totgeglaubten Rockmusiker Richard "Ricky" Steiner wieder auf den Fersen ist.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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