Spitzenkoch Tim Raue redet mit Politikern und kommt zu einem Schluss

Berlin - In Gesprächen mit Politikern lässt sich nach Einschätzung des bekannten Berliner Sternekochs Tim Raue (48) durchaus etwas bewegen.

Tim Raue arbeitet in der Küche. Sein Restaurant in Berlin-Kreuzberg hat zwei Michelin-Sterne.
Tim Raue arbeitet in der Küche. Sein Restaurant in Berlin-Kreuzberg hat zwei Michelin-Sterne.  © Gerald Matzka/dpa

"Wir haben zum Beispiel die Senkung der Mehrwertsteuer mit in die Wege geleitet. Tim Mälzer (51) hat ein paar Wege geebnet bis in die Bundesregierung", sagte Raue (48) im Interview mit dem Tagesspiegel.

"Ich habe dabei gelernt, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen Regierung und Opposition; die Regierungsparteien wollen und können was leisten für die Gastronomie, werden aber schnell zickig, wenn du mit der Opposition rummachst".

Gelernt habe er auch, dass sehr konservative Menschen, die er nie im Leben wählen würde, großartige Gesprächspartner sein könnten. "Keiner von all denen will aber hören, dass du rumjammerst", sagte Raue zu seinen Erfahrungen mit Kontakten in die Politik während der Corona-Pandemie.

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Zu einem Treffen mit der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD) bei einem Empfang sagte er: "Sie war sehr nett. Sie war sehr offen. Wir haben ein paar kritische Sachen angesprochen, aber ich glaube trotzdem, dass diejenigen, die diese Stadt regieren, nicht begreifen, was für eine wirtschaftliche Macht Gastronomie und Hotellerie bedeuten."

Das gleichnamige Restaurant des Kochs, "Tim Raue", in Kreuzberg wurde vom "Guide Michelin" mit zwei Sternen ausgezeichnet.

Titelfoto: Gerald Matzka/dpa

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