Homosexueller Bruder: Sylvie Meis nennt UEFA-Entscheidung eine "Unverschämtheit"

Hamburg - Die Kritik an der UEFA reißt nicht ab! Der europäische Fußballverband hat sich durch das Verbot, die Allianz Arena beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn (2:2) in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, selbst ins Abseits geschossen.

Moderatorin Sylvie Meis (43) kann das Verbot, die Allianz Arena beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, nicht fassen. (Archivfoto)
Moderatorin Sylvie Meis (43) kann das Verbot, die Allianz Arena beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, nicht fassen. (Archivfoto)  © Ursula Düren/dpa

Seit der Entscheidung haben nicht nur unterschiedliche Fußballklubs ein Zeichen für die LGBTQ+-Community gesetzt. Auch zahlreiche Promis machten ihrem Unmut Luft und schossen scharf gegen den Ausrichter der Europameisterschaft.

Zu diesen Promis gehörte auch TV-Moderatorin Sylvie Meis (43). Ihr Bruder Daniel ist selbst homosexuell und der 43-Jährigen waren Toleranz und Gleichstellung daher immer eine Herzensangelegenheit.

Im Interview mit RTL zeigte sich die Niederländerin dementsprechend sichtlich enttäuscht von der Entscheidung.

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"Es hätte ein unglaublich tolles Zeichen sein können", erklärte die ehemalige "Let's Dance"-Moderatorin und ergänzte: "Ich bin wirklich so abgeturnt von der UEFA und finde, das ist eine Unverschämtheit!"

Ungarische Regierung um Viktor Orban hat umstrittenes Gesetz verabschiedet

Die Stadt München wollte mit der Aktion ein Zeichen gegen die Politik der ungarischen Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban (58) setzen.
Die Stadt München wollte mit der Aktion ein Zeichen gegen die Politik der ungarischen Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban (58) setzen.  © Fotomontage: Tobias Hase/dpa, John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Die Stadt München hatte die Aktion geplant, um ein Zeichen gegen die Politik der ungarischen Regierung um Ministerpräsident Viktor Orban (58) zu setzen.

Die hatte in der vergangenen Woche ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt, gebilligt und damit weltweit für Entrüstung gesorgt.

Eigentlich hätte Orban auch zu dem EM-Gruppenspiel in München kommen sollen, sagte die Reise jedoch kurzfristig ab.

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Abgesehen davon appellierte er an die deutsche Politik, das Verbot für eine Beleuchtung der Allianz Arena zu akzeptieren.

"Ob das Münchner Fußballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Titelfoto: Fotomontage: Ursula Düren/dpa, Tobias Hase/dpa

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