Rassismus-Vorwurf: Diese Aussage von Lilly Becker überschattet "Schlag den Star"

Unterföhring/Hamburg - Dieses Diven-Duell hatte im Vorfeld schon für ordentlich Schlagzeilen gesorgt: Denn noch vor ihrem Anritt zu "Schlag den Star" prollten die Freundinnen Sylvie Meis (42) und Lilly Becker (43) mit deutlichen Kampfansagen (TAG24 berichtete).

Ein holländisches Duell: Lilly Becker (43, l.) trat gegen Sylvie Meis bei "Schlag den Star" an.
Ein holländisches Duell: Lilly Becker (43, l.) trat gegen Sylvie Meis bei "Schlag den Star" an.  © ProSieben/Steffen Z. Wolff

Bei der Show am Samstagabend schienen sich beide in der Rolle als Kontrahentinnen dann aber nicht mehr so richtig wohl zu fühlen. 

Sie sprachen sich bei Wissensfragen ab, gaben sich bei Strategie-Spielen reichlich Tipps und freuten sich auch für den Sieg der anderen. 

Zum Schluss konnte sich schließlich Sylvie Meis mit einem großen Vorsprung vor Lilly Becker den Sieg sichern. 

Doch in den sozialen Netzwerken diskutierten die Zuschauer zu dem Zeitpunkt schon längst über ein ganz anderes Thema: 

Denn Lilly Becker war bereits beim Prominenten-Raten im zweiten Spiel mit einer unpassenden Aussage aufgefallen. 

Als sie das Bild des chinesischen Politikers Xi Jinping sah, rief sie auf einmal "China! Ching, Chang, Chong!" Ein Ausruf, den viele Zuschauer als rassistisch einstuften.

"Rassismus fängt immer bei sich selbst an", kommentierte etwa ein Twitter-User. 

Lilly Becker war am Samstag zudem mit dem Schriftzug #BlackLivesMatter auf dem Arm angetreten. Auch in Deutschland hatte es den ganzen Tag über große Proteste gegeben, bei denen nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd Tausende gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstrierten. 

In Hamburg war es am frühen Abend sogar zu Ausschreitungen gekommen, die Polizei ging mit Wasserwerfern und Reizgas gegen die Demonstranten vor (TAG24 berichtete). 

Lilly Becker und Sylvie Meis bleiben Freundinnen

Die 43-Jährige äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Per Instagram meldeten sie sich aber nach Spielende noch einmal bei ihren Fans. 

Mit ihrer Ex-Kontrahentin Sylvie Meis im Arm und Champagner in der Hand sagte sie: "Die beste Frau hat wirklich gewonnen. Sie hat es wirklich schwer für mich gemacht."

Update, 10.29 Uhr: ProSieben entschuldigt sich für weiteren Kommentar

Der TV-Sender ProSieben hat sich unterdessen noch wegen eines weiteren flapsigen Spruchs innerhalb der Show entschuldigt. 

Als bei einem der Wettkämpfe das Visier von Lilly Beckers Helm beschlug, sagte Moderator Ron Ringguth: "Nicht I can't breathe, sondern I can't see", wohl in Anlehnung an die letzten Worte von George Floyd.

Vor allem bei Twitter empörten sich viele Zuschauer über den geschmacklosen Kommentar. Ringguth entschuldigte sich später noch live in der Sendung dafür. 

ProSieben schrieb: "Es war ein Fehler. Es war ein absolut unnötiger Spruch. Und Ron hat sich entschuldigt, weil auch er eine andere Haltung hat. Und das ist gut so."

Titelfoto: ProSieben/Steffen Z. Wolff

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