Medien verbreiten Fake News? Das sagt Linda Zervakis zu den Vorwürfen

Hamburg - In den gerade herrschenden, unruhigen Zeiten werden die Medien als Ganzes mit dem Begriff Lügenpresse beschimpft oder ihre Nachrichten zu Fake-News verklärt. Darüber entrüstet sich nun Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis (45) aus Hamburg. 

Linda Zervakis (45) arbeitet seit 2013 als Sprecherin für die Tagesschau. (Archivbild)
Linda Zervakis (45) arbeitet seit 2013 als Sprecherin für die Tagesschau. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

"Worin genau sollte der Anreiz der öffentlich-rechtlichen Medien liegen, die Bürger des Staates nicht ernst zu nehmen und ihnen Lügen aufzutischen?", sagt die 45-Jährige im Gespräch mit Barbara Schöneberger (46), das in der aktuellen Ausgabe des Magazins Barbara zu lesen ist. 

Die Corona-Pandemie habe diesen Trend beschleunigt, meint Zervakis. 

"Es ist gar nicht gut, wenn Leute ein halbes Jahr zu Hause hocken und nichts zu tun haben." 

Ihr sei es wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen, um zu verstehen, was in der Welt vor sich geht. 

Das ist auch einer der Gründe, warum die Tagesschau-Sprecherin in diesem Jahr einen Podcast namens "Gute Deutsche" gestartet hat. 

Darin unterhält sie sich mit Prominenten wie Palina Rojinski (35) und dem ehemaligen Profi-Fußballer Gerald Asamoah (42) über deren Wurzeln. 

Linda Zervakis thematisiert ihre eigenen Wurzeln immer wieder

Linda Zervakis ist als Moderatorin gefragt und tritt wie hier bei der Bambi-Verleihung auf. (Archivbild)
Linda Zervakis ist als Moderatorin gefragt und tritt wie hier bei der Bambi-Verleihung auf. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Mit ihrer eigenen Herkunft hat sich Linda Zervakis bereits in zwei Büchern befasst. Die 45-Jährige wurde in Hamburg als Kind griechischer Gastarbeiter geboren. 

Sie wuchs im von Arbeitern geprägten Stadtteil Harburg auf und arbeitete lange Zeit in dem Kiosk ihrer Eltern. Diese Zeit und die gemachten Erlebnisse schrieb sie in dem Buch "Königin der bunten Tüte - Geschichten aus dem Kiosk" nieder. 

Im Sommer veröffentlichte die Moderatorin ihr zweites Buch. In "Etsikietsi - Auf der Suche nach meinen Wurzeln" geht es, wie der Titel bereits andeutet, ebenfalls um Zervakis' Herkunft. 

Mit ihrer Mutter machte sie in Griechenland Urlaub. Er entwickelte sich schnell zu einer Reise in die Vergangenheit. Im neuen Buch hat sie die Erinnerungen ihrer Mutter aufgeschrieben. 

Kaum war es veröffentlicht, landete es in der Spiegel-Bestseller-Liste. 

Titelfoto: Montage: Sebastian Gollnow/dpa, Christian Charisius/dpa

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