Wutrede auf Clubhouse: Thomas Gottschalk teilt gegen ARD aus

Baden-Baden - Seit Wochen sorgt die App Clubhouse vor allem unter Medienschaffenden für Begeisterung. Nun hat Moderator Thomas Gottschalk (70, "Wetten, dass..?") in einer dortigen Gesprächsrunde seiner Wut über die Öffentlich-Rechtlichen freien Lauf gelassen.

Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk (70).
Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk (70).  © Matthias Balk/dpa

Über den Vorfall am Sonntagabend berichtet der Mediendienst Turi2.

Demnach wütete das ARD-Urgestein: "Wir senden uns hier in einem Verwaltungsmoloch zugrunde, wo die Anstalten sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen."

Der Moderator sehe bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten einen "Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit", den er für "einfach katastrophal" halte.

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Der 70-Jährige moderiert inzwischen beim SWR, lebt mit seiner Lebensgefährtin in Baden-Baden - einem der Hauptstandorte des Südwestrundfunks.

Mit den Dritten geht er hart ins Gericht. "Sie sind ja nicht mal in der Lage, ihre eigenen Programme zu promoten, ins Fenster zu stellen, weil dann der MDR sagt: Moment, wir senden gegen den SWR im Dritten", polterte Gottschalk. "Die treten sich gegenseitig auf die Füße, da ist kein Gesamtmanagement dahinter."

Die Wutrede auf Clubhouse dauerte laut Turi2 rund drei Minuten.

Gottschalk machte kürzlich im TV von sich reden

"Ich bin voll heiligem Zorn, was die Chancen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens betrifft und wie wenig daraus gemacht wird", bilanzierte der Entertainer. "Und wenn man jetzt nach 50 Jahren sagt, wir lernen ja dazu – dann muss ich sagen, das hat wirklich gedauert."

Später sagte der gebürtige Bamberger laut Mediendienst, er sehe die Zukunft der ARD "eher im Radio". Dort nehme der altgediente Moderator eine größere Nähe zu den Hörern und "teilweise geniale Beiträge" wahr.

Zuletzt hatte Gottschalk mit einem Auftritt bei der WDR-Show "Die letzte Instanz" von sich reden gemacht. Die Ausgabe mit dem Titel "Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt?" hatte auf Twitter für einen Shitstorm gesorgt. Der Sender entschuldigte sich später.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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