Nach Schuss-Drama um Alec Baldwin: Til Schweiger erhebt schwere Vorwürfe

Hamburg - Das sind deutliche Worte! Nach dem tödlichen Drama um die Kamera-Frau Halyna Hutchins (†42) hat sich nun der deutsche Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (57) zu Wort gemeldet.

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (57) kennt selbst den Umgang mit Waffen beim Dreh.
Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (57) kennt selbst den Umgang mit Waffen beim Dreh.  © Armin Weigel/dpa

Besonders in seiner Rolle als "Tatort"-Kommissar Nick Tschiller griff er öfter zur Waffe und schoss um sich. Kein Wunder, dass Schweiger ein großes Mitgefühl gegenüber Hollywood-Star Alec Baldwin (63) zeigte.

Im Interview mit der "Bild am Sonntag" erklärte er: "Was der jetzt für eine Bürde mit sich trägt." Baldwin hatte sich bereits selbst zu dem tragischen Vorfall geäußert und steht seitdem unter Schock.

Schweiger kritisierte zudem, dass "scharfe Munition an einem Filmset nichts verloren" habe. Zwar würden echte Waffen benutzt werden, weiß der 57-Jährige aus Erfahrung, doch diese seien vorher umgebaut worden. "Bei einem Revolver ist es eigentlich für mich gar nicht vorstellbar."

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Wie auch in Deutschland seien die Waffenmeister in den USA laut dem Schauspieler "extrem penibel". Da gelten "immer die höchsten Sicherheitsvorkehrungen".

Weiter erklärte Schweiger, welche Regeln am Filmset im Umgang mit Waffen gelten würden. Man dürfe niemals direkt auf Menschen zielen, sondern immer an ihnen vorbei.

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war

Hollywood-Star Alec Baldwin (63) gab beim Dreh zum Film "Rust" einen tödlichen Schuss ab.
Hollywood-Star Alec Baldwin (63) gab beim Dreh zum Film "Rust" einen tödlichen Schuss ab.  © Jim Weber/Santa Fe New Mexican/AP/dpa

Auch spiele man nicht mit einer Waffe herum, "außer wenn man die Szene dreht", klärte der 57-Jährige auf und ergänzte, "man darf nie den Finger am Abzug haben".

Doch wie kann es überhaupt zu dem tödlichen Drama um Kamerafrau Hutchins gekommen sein? Schweiger hat da so seine Vermutung. "Wenn Alec Baldwin zwei Leute verwundet hat, und eine Person davon tödlich, dann liegt die Vermutung nahe, dass vielleicht jemand absichtlich da Patronen reingemacht hat", erhob er schwere Vorwürfe.

Beim Dreh des Films "Rust" in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico war die Kamerafrau Halyna Hutchins bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen, Regisseur Joel Souza (48) wurde verletzt.

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Schauspieler Alec Baldwin hatte mit einer Waffe hantiert, als sich plötzlich ein Schuss löste und die beiden Personen traf. Die Polizei ermittelt derzeit noch die genauen Hintergründe.

US-Medien berichteten bislang, dass ein Regie-Assistent Baldwin die Waffe aushändigte und sie für sicher erklärte. Dabei war sie jedoch mit einer scharfen Patrone geladen. Weder Baldwin noch der Regie-Assistent hatten nach bisherigen Erkenntnissen davon gewusst.

Titelfoto: Fotomontage: Armin Weigel/dpa, Jim Weber/Santa Fe New Mexican/AP/dpa

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