"Heult jetzt nicht rum"! Til Schweiger ätzt weiter gegen deutsche Virologen

Hamburg - Der Schauspieler Til Schweiger hat mit einem weiteren Instagram-Post im Zusammenhang mit dem Coronavirus für Entsetzen unter seinen Followern gesorgt. 

Til Schweiger findet, die Virologen sollten sich entspannen.
Til Schweiger findet, die Virologen sollten sich entspannen.  © Screenshot Instagram/tilschweiger, Christian Charisius/dpa

Dabei bezieht er sich auf die Veröffentlichung verschiedener Morddrohungen, die sowohl den Virologen Christian Drosten als auch den SPD-Politiker Karl Lauterbach erreicht haben (TAG24 berichtete). 

Lauterbach veröffentlichte zuletzt das Bild eines Päckchens, in dem er eine Kunststoff-Ampulle mit der Aufschrift "2019-nCoV POSITIV" - dazu den Zettel mit den Worten "trink das - dann wirst du immun" vorfand. 

Eine Drohung, welche den SPD-Mann zurecht beunruhigte. Wie er bei Twitter mitteilte, hatte auch Christian Drosten das Päckchen bekommen.

Auf Facebook plädierte Lauterbach nun dafür, die Hetze im Netz endlich einzustellen. Viele User reagierten geschockt auf die Veröffentlichung der Morddrohungen und zeigten sich solidarisch mit dem Politiker. 

Nicht so der Schauspieler Til Schweiger, der sich nun ebenfalls in die Diskussion einmischte. 

Er sei der Meinung, die Virologen müssten sich einfach mal entspannen. "Herr Drosten und Herr Lauterbach, take a Chill-Pill!", schrieb er zu einem Bericht über die Morddrohungen.

Er selbst habe schließlich auch schon Drohungen bekommen. Er sei auch bei seinem Einsatz für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen sowohl von "links" als auch von "rechts" bedroht worden. 

"Also heult jetzt nicht rum- hab ich auch nicht getan!", lautet sein Fazit. "Ob ihr Recht habt wird die Zukunft zeigen!" (Rechtschreibung übernommen)

Follower zeigen sich geschockt

Die Follower von Til Schweiger sind geschockt über die harten Worte des 56-Jährigen.

"Morddrohungen relativieren? Wirklich? Du solltest es einfach akzeptieren, dass es Menschen gibt die das ernst nehmen," schreibt einer - und "Gewalt verherrlichen und herunterspielen gehört NICHT zu deinen Aufgaben", heißt es an anderer Stelle.

Schon mit früheren spöttischen Posts zur Corona-Diskussion hat Schweiger bereits für Aufsehen gesorgt.

Während der 56-Jährige Ende März offensichtlich noch hinter den Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung stand, griff er inzwischen bereits häufiger das Vorgehen des Robert-Koch-Instituts (RKI) an und entwickelte sich zum hämischen Kritiker.

Titelfoto: Screenshot Instagram/tilschweiger, Christian Charisius/dpa

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