Til Schweiger wird den Tod seiner Mutter niemals verarbeiten können

Hamburg - Schwere Zeiten für Til Schweiger (57)! Anfang des Jahres hat der Schauspieler und Regisseur seine Mutter Monika (81) verloren.

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (57) trauert noch immer um seine Mutter. (Archvibild)
Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (57) trauert noch immer um seine Mutter. (Archvibild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In der Bild am Sonntag sprach der 57-Jährige über den Verlust. "Das kann man ja niemals verarbeiten", gestand er.

Besonders schwer sei es aber für seinen Vater, dass seine Frau nicht mehr da sei.

"Ich habe ihn neulich mal dazu gefragt", erzählte Schweiger. "Er sagte, es gibt natürlich auch mal bessere Momente, aber die Trauer ist immer da."

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In seinem neuen Film "Kurt" geht es auch um Trauer und Verlust.

Der 57-Jährige hat ihn den "Eltern von Marvin, des Ex-Freundes meiner Tochter Luna (24)" gewidmet. "Marvin ist letztes Jahr bei einem Autofall gestorben."

Zum ersten Jahrestag seines Todes gedachten Schweiger und Luna rührend dem 23-Jährigen.

Noch heute spricht der Schauspieler mit den Eltern von Marvin. Auch ihnen gehe es oftmals so wie seinem Vater: "Heute war der Tag okay. Oder heute war es ganz schlimm."

Für Schweiger ist "Kurt" "sicher mein intensivster Film", erklärte er. Als er gemeinsam mit Vanessa Walder (43) das Drehbuch geschrieben habe, seien bereits Tränen gekullert. Durch den Lockdown hat der Regisseur es dann ein Jahr lang nicht angefasst, bis Januar.

"Beim Lesen kamen mir schon wieder die Tränen", gestand er. "Im Schneideraum habe ich schon so viele Tränen vergossen, obwohl ich den Film in- und auswendig kenne. Ich heule eigentlich jeden Tag."

In seinem neuen Streifen stirbt ein Kind, für den vierfachen Vater kein einfaches Thema. Der 57-Jährige kann sich noch genau an ein Unglück in seinem engeren Umfeld erinnern.

Til Schweiger möchte kein Happy End in seinen Filmen

Der 57-Jährige genießt die Küsschen seiner Töchter Lilli (22, links) und Luna (24) auf einer Veranstaltung. (Archivbild)
Der 57-Jährige genießt die Küsschen seiner Töchter Lilli (22, links) und Luna (24) auf einer Veranstaltung. (Archivbild)  © Annette Riedl/dpa

"Ich erinnere mich heute noch genau an den Anruf. Und dabei ist es jetzt schon 20 Jahre her", blickte er zurück. "Ich hatte bis 5 Uhr morgens in Berlin den Film 'Joe & Max', in dem ich den Boxer Max Schmeling gespielt habe, gedreht." Anschließend sei er mit seinen Töchtern Luna und Lilli durch Berlin gefahren, um den Flieger nach Mallorca zu bekommen.

"Im Wagen rief mich plötzlich Dana an und sagte: ‚'Daniel is gone!'", erinnerte er sich. "Ich sagte nur: 'Wo ist er denn hingegangen?' Sie sagte: 'Ey, verstehst du es nicht? He died, he is dead! Er ist tot!' Ich sagte nur: 'Oh Gott. Wie jetzt?'"

Der Sohn von Danas Freundin Ursula Karven war auf einer Party von Pamela Andersson ertrunken. "Zum Glück haben Luna und Lilli geschlafen. Als wir dann auf Mallorca waren, hat Luna die ganze Zeit von Daniel geredet. Sie war vier und Daniel war ihr allerbester Freund", sagte Schweiger.

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Doch er wusste die ganze Zeit, dass er nicht mehr lebte. "Das war so ein Scheißgefühl. Aber ich habe mich nicht getraut es ihr zu sagen."

Mit so einem Gefühl will der 57-Jähriger die Kinogänger aber nicht gehen lassen. "Ich habe immer gesagt, ich möchte eigentlich nur Filme machen, die nicht unbedingt so ein mit Zucker überzogenes Happy End haben. Ich möchte Filme machen, wo man Hoffnung hat", versprach er.

"Deshalb steht bei dem Film 'Kurt‘ auch am Ende des Films das Zitat von Jean Paul: 'Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht vertrieben werden können'."

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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