YouTuber Rezo meldet sich mit neuer Botschaft: "Verkackt es nicht"

Berlin - Rezo (27) meldet sich mit einem neuen Zerstörungs-Video zurück. Dieses Mal richtet sich der YouTuber in erster Linie an die Presse. Sein erster Clip "zerstörte" im vergangenen Jahr die CDU und schlug hohe Wellen, wirbelte die halbe Wahlkampf-Nation durcheinander...

Der Youtuber Rezo (27) hat ein neues Zerstörungs-Video veröffentlicht.
Der Youtuber Rezo (27) hat ein neues Zerstörungs-Video veröffentlicht.  © Henning Kaiser/dpa

"Ja, es ist wieder Zeit für so ein Video. Eine Stunde lang. Über Verschwörungs-Shit. Über Missstände in der etablierten Medien- und Presse-Szene.

Viel Spaß", kündigte der Webvideoproduzent auf seinem Twitter-Kanal an.

Unter dem Titel "Die Zerstörung der Presse" geht es zunächst einmal den Verschwörungsideologen an den Kragen. 

Dazu zählt Rezo einige der bekannten Glaubenssätze von Verschwörungs-Anhängern auf, beispielsweise, dass Grundrechte abgeschafft und die Zwangsimpfung eingeführt würden.

Wer bis jetzt noch nicht vom Unsinn eines solch zielgerichteten, konspirativen Wirkens überzeugt war, dem sei spätestens (und Rezo kommt sehr spät damit) von dem YouTuber bestätigt, dass das "absoluter Bullshit" sei.

Weshalb so viele Menschen in Deutschland den Medien misstrauen - und stattdessen Verschwörungsmythen Gehör schenken - fragte sich Rezo dann auch fast eine Stunde lang. 

Immerhin wurde sein Video auf YouTube schon fast 1,5 Millionen Mal angeklickt (Stand: 2. Juni). Die Antwort darauf scheint die Mediennutzer also zu interessieren. 

Mangelnde Glaubwürdigkeit in den Medien?

Neuerdings auch für seine Verschwörungsideologie bekannt: Attila Hildmann, Autor veganer Kochbücher, nimmt an einer Demonstration vor dem Reichstag teil.
Neuerdings auch für seine Verschwörungsideologie bekannt: Attila Hildmann, Autor veganer Kochbücher, nimmt an einer Demonstration vor dem Reichstag teil.  © Carsten Koall/dpa

Doch in Rezos Argumentation sind nicht nur die Verschwörungsideologen Schuld, dass einige Leute hierzulande wenig bis kein Vertrauen in die Presse haben. 

Sondern die Medien selbst müssten sich da schon an die eigene Nase fassen, wenn es um die Glaubwürdigkeit ihrer Berichterstattung geht.

Als Beispiel nennt er die Boulevardpresse, die aus seiner Sicht "zu anerkannt" ist. 

Seine Behauptung: Boulevardmedien würden "Bullshit verbreiten" und "als Wahrheit" darstellen. 

Als Beispiel zeigt er ein paar Zeitschriften für Frauen. 

Dabei berücksichtigt er aber nicht, dass die Inhalte solcher Magazine für manche Menschen tatsächlich auch einen Unterhaltungswert haben. 

Und: Wer ein Frauenmagazin kauft, der weiß normalerweise, dass er sich auf eine bestimmte Lektüre mit einem gewissen Knalleffekt einlässt. 

In diesem Zusammenhang bemängelt Rezo auch die mangelnde Glaubwürdigkeit durch vermeintliche Fake-Storys im Boulevard. 

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass auch in den so genannten Leitmedien bereits seitenweise angebliche Exklusiv-Geschichten von vermeintlichen Star-Journalisten abgedruckt wurden. Stichwort: der Fall Relotius (TAG24 berichtete).

Hier seht Ihr das neue Video des YouTubers Rezo:

"Unethisches Verhalten" findet Rezo jedoch "auch bei etablierten Zeitungen", die beispielsweise den Opferschutz ignorieren würden, indem sie die Namen von Betroffenen veröffentlichen. 

Im Pressekodex steht dazu: "Die Berichterstattung darf aber nicht zulasten von Opfern oder Angehörigen gehen. Das bedeutet, dass bei der identifizierenden Berichterstattung - beispielsweise mit Fotos oder Namensnennung - zunächst Zurückhaltung geboten ist. (...) Es gilt: Redaktionen sollen (...) ein Opfer oder deren Angehörige um Erlaubnis bitten, wenn sie dessen Foto oder Namen veröffentlichen." 

Damit stellt sich das Ganze doch anders dar, als von Rezo behauptet.

Immerhin bekommen auch ein paar Journalisten und die Öffentlich-Rechtlichen ein Lob von dem YouTuber, der empfiehlt, dass sich seriöse Medien nicht auf "Assi-Zeitungen", wie er sie bezeichnet, berufen sollten. Denn damit würden die Leser den Eindruck bekommen, dass diese Blätter ernst zu nehmen seien. Seine Meinung zum Schluss: Unsauberer Journalismus muss aufhören.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa, Screenshot YouTube Rezo ja lol ey

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