Welt im (Klima-)Wandel: Regisseur Schlöndorff sieht politische Aufbruchstimmung

Potsdam/Glasgow - Regisseur Volker Schlöndorff (82) sieht die Menschheit angesichts des Klimawandels vor großen Herausforderungen, bleibt aber zuversichtlich.

Volker Schlöndorff (82) sitzt bei einem Fototermin im Garten seines Hauses in Babelsberg. Der Regisseur bewertet das Ergebnis der Bundestagswahl nach eigenen Worten positiv.
Volker Schlöndorff (82) sitzt bei einem Fototermin im Garten seines Hauses in Babelsberg. Der Regisseur bewertet das Ergebnis der Bundestagswahl nach eigenen Worten positiv.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

"Die Mentalität der Menschheit muss umgestellt werden. Und es ist doch schön, dass es da eine Aufbruchstimmung gibt, auch bei den Jungen", sagte Schlöndorff der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam.

Über die Jungen werde immer gesagt, sie seien unpolitisch. "Sie sind vielleicht unpolitisch im ideologischen Sinne, Gott sei Dank. Aber sie sind auch sehr engagiert", sagte Schlöndorff.

Das Ergebnis der Bundestagswahl bewertete er nach eigenen Worten positiv, "gerade mit Blick auf mögliche Maßnahmen gegen den Klimawandel".

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Für seinen neuen Film "Waldmacher" hat er den Agrarexperten Tony Rinaudo begleitet. Der Australier hatte für seine Idee, wie man aus Wurzelwerk wieder Bäume wachsen lassen kann, einen Alternativen Nobelpreis verliehen bekommen.

Am Rande des Klimagipfels (31. Oktober bis 12. November) ist nun ein Onlinegespräch zwischen beiden geplant, auf dem Global Landscapes Forum. Der Dokumentarfilm soll 2022 ins Kino kommen.

Volker Schlöndorff war noch nie selbst bei einer "Fridays-for-Future"-Demo

Schlöndorff gehört zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren. Seine Literaturverfilmung "Die Blechtrommel" gewann einen Oscar. Ob Schlöndorff selbst schon mal auf einer "Fridays-for-Future"-Demo war? "Nein, war ich nicht", sagte er und lachte.

Sein Freund Jim Rakete (70) sei aber für ihn dort gewesen, der habe das alles sehr gut gefilmt. "So nah hätte ich nie dran sein können."

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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