Nach Tod von Willi Herren (†45): Reibekuchen-Truck schließt für immer

Köln - Aus und vorbei. Der lang ersehnte Traum eines eigenen Reibekuchen-Trucks gehört nur eine Woche nach der Eröffnung der Geschichte an. Willi Herrens (†45) Lebenstraum wird nicht weitergeführt.

Willi Herren (†45) präsentierte am vergangenen Freitag stolz sein neues Projekt.
Willi Herren (†45) präsentierte am vergangenen Freitag stolz sein neues Projekt.  © Henning Kaiser/dpa

Und dabei schien vor einer Woche, am 16. April, alles so schön. Freunde des Entertainers waren nach Köln gekommen, um den Truck feierlich zu eröffnen.

Doch nur vier Tage später wurde der Reality-TV-Star leblos in seiner Wohnung in Köln-Mülheim aufgefunden. Für sein Umfeld unerklärlich.

Wie RTL berichtet, öffnete die "Willi Herrens Rievkoochebud" nach seinem Tod noch einmal, um Freunden und Fans die Möglichkeit zu geben, Abschied zu nehmen und persönliche Gegenstände niederzulegen.

Doch scheinbar war das eine einmalige Aktion. Denn ohne Willi ist der Foodtruck nicht dasselbe.

Zu dem Entschluss kamen nun Geschäftspartner Desiree und Jörg Hansen. Gegenüber RTL erklärten sie: "Wir sind die Betroffenen und mit Willi Geld zu verdienen, kommt für uns nicht infrage."

Zusammen mit Geschäftspartnerin und Freundin Desiree Hansen erfüllte sich der Entertainer einen Lebenstraum.
Zusammen mit Geschäftspartnerin und Freundin Desiree Hansen erfüllte sich der Entertainer einen Lebenstraum.  © Montage: Henning Kaiser/dpa

Herren wirkte glücklich

Das Pärchen wirkt gefasst, doch die Entscheidung wird ihnen mit Sicherheit nicht leicht gefallen sein. Das lässt auch ein Instagram-Post vermuten, den Desiree Hansen auf dem Kanal des Foodtrucks verfasste: "Du warst so stolz, so unbeschwert, so glücklich! Wir hatten die größten Pläne. Wir haben nächtelang zusammengesessen und über das zukünftige Rievkooche-Imperium philosophiert...noch am Freitag gabst du mir einen Kuss und flüsterste mir ins Ohr: Wir haben es geschafft! Wie soll mein Leben nur ohne dich werden?"

Desiree war immer an Willis Seite und unterstützte den Sänger tatkräftig. Die Reibekuchen-Bude war ihr gemeinsames Projekt. Nun wird sie verkauft.

"Seine größte Angst war zu sterben."

Am vergangenen Dienstag war auch sie diejenige, die die Wohnung ihres Kumpels aufbrechen ließ. Der Entertainer hatte sich zu dem Zeitpunkt 24 Stunden nicht gemeldet und war nicht zu einem Dreh erschienen.

Woran der "Lindenstraße"-Star letztendlich gestorben ist, konnte noch nicht ermittelt werden. Die angeordnete Obduktion hat ergeben, dass der Entertainer zumindest nicht durch äußere Gewalteinwirkung aus dem Leben gerissen wurde.

Im Netz kursieren aber noch immer die Gerüchte, dass Herren an einer Überdosis gestorben sein könnte. Immer wieder erwähnen Freunde, dass der Entertainer mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte. Auch Freund Matthias Distel, alias Ikke Hüftgold, sprach darüber in einem Interview mit RTL.

Doch er ist sich sicher: "Seine größte Angst war zu sterben."

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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