So tief sitzt die Trauer: Stefano spricht erstmals über den Tod seines Vaters Willi Herren (†45)

Köln – Willi Herrens (†45) Schwester Anna-Maria Herren (57) erfuhr durch einen Reporter vom Tod ihres Bruders. Willis Sohn Stefano (27) tätigte den Anruf, um der Polizei mitzuteilen, dass ihm sein Vater die Tür nicht öffnen würde. In Sekundenbruchteilen veränderte sich ihr Leben. Jetzt sprechen sie über ihre Trauer.

Willi Herren (†45) verstarb viel zu früh und hinterlässt eine große Lücke bei seinen Angehörigen.
Willi Herren (†45) verstarb viel zu früh und hinterlässt eine große Lücke bei seinen Angehörigen.  © Henning Kaiser/dpa

Es ist eine schwere Zeit für die Familie. Nach dem plötzlichen Tod ehemaligen "Lindenstraße"-Stars ist nichts mehr so, wie es einmal war.

In einem RTL-Interview, das er zusammen mit seiner Tante führt, erzählt der 27-Jährige, dass er derjenige war, der die Polizei rief. Sein Vater habe sich einen ganzen Tag nicht bei ihm gemeldet. Daraufhin sei zu dessen Wohnung gefahren.

"Ich bin zu ihm hochgefahren, habe an die Tür geklopft. Ich habe gebrüllt", beschreibt er. Dabei muss er immer wieder schlucken. "Also ich habe gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Er macht mir immer auf, egal was. Und dann habe ich Angst bekommen."

Auch Wochen nach dem Tod des einstigen Reality-TV-Stars bleibt der Wirbel um seine Person bestehen. Es soll Streit in der Familie gegeben haben, sein Reibekuchen-Lebensprojekt ging in Flammen auf und kurz vor seinem Tod soll er eine exzessive Party in seiner Wohnung gefeiert haben.

Gerüchte, die nicht bestätigt werden können. Doch Sohn Stefano macht bewusst auf die Suchterkrankung seines Vaters aufmerksam. Denn ihn haben die Erfahrungen nachhaltig geprägt.

Willi Herren (†45) soll endlich seine Ruhe finden

Sohn Stefano Herren (27) schreibt auf seinem Instagram-Kanal immer wieder, wie sehr er seinen Vater vermisst.
Sohn Stefano Herren (27) schreibt auf seinem Instagram-Kanal immer wieder, wie sehr er seinen Vater vermisst.  © Screenshot/Instagram/steff_4711_

"Ich sehe es als Warnung. Ich trinke nichts und habe einen Ekel davor bekommen, weil ich gesehen habe, was das mit einem Menschen machen kann", erzählt er. Vor Jahren wächst der damals junge Stefano mit einem Vater auf, der oft trinkt oder Drogen konsumiert.

Doch all das ist nun zweitrangig. Willis viel zu früher Tod hinterlässt ein großes Loch. Auch für seine Schwester ist diese Tatsache unbegreiflich: "Willi war alles für mich. Mein Bruder, mein bester Freund. Er hat nur fünf Minuten von mir entfernt gewohnt. Wenn wir uns mal nicht gesehen haben, haben wir telefoniert."

Dass sie die traurige Nachricht nicht aus dem Kreis ihrer Familie erfahren musste, sondern durch den Anruf eines Reporters, der den Tod ihres Bruders bestätigt wissen wollte, macht sie noch immer fassungslos.

Anna-Maria hofft, dass die Gerüchte und Anfeindungen bald ein Ende haben, "damit der Willi seine Ruhe bekommt und wir als Familie auch".

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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