Völlig absurd: So erfuhr Schwester Anna-Maria von Willi Herrens Tod

Köln - Diese Story ist wohl der Albtraum eines jeden Angehörigen. Anna-Maria Herren (57) erhielt die traurige Nachricht über den Tod ihres geliebten Bruders Willi Herren (†45) durch den Anruf eines Reporters - und nicht etwa aus dem Kreis der Familie.

Willi Herren eröffnete wenige Tage vor seinem Tod noch einen Foodtruck-Imbiss.
Willi Herren eröffnete wenige Tage vor seinem Tod noch einen Foodtruck-Imbiss.  © Henning Kaiser/dpa

Gut drei Wochen ist es mittlerweile her, dass der Kölner Reality-TV-Star und ehemalige "Lindenstraße"-Darsteller leblos in seiner Mülheimer Wohnung aufgefunden wurde. Die genauen Umstände seines Ablebens sind weiter unklar.

Gerüchte über eine Überdosis halten sich hartnäckig. RTL liegen Aufnahmen aus Willis letzter Bleibe vor, die auf eine ausgelassene Party mit Drogen, Alkohol und Tabletten hindeuten. Unklar ist, von wann diese Fotos tatsächlich stammen.

Zu seiner Schwester Anna-Maria pflegte Willi immer ein sehr inniges Verhältnis. Um so schlimmer muss für die 57-Jährige jetzt die Art und Weise sein, wie sie vom Tod ihres Bruders erfahren hat.

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Wie die Kölnerin jetzt gegenüber RTL erzählte, habe sie am Tag von Willis Tod einen Anruf von ihrem Enkel erhalten, der fragen wollte, wie es ihr geht.

"In dem Moment kriegte ich ein anderes Telefonat rein, nur mit einer unbekannten Nummer. Und da habe ich noch zu meinem Enkel gesagt: 'Oh, ich gehe mal ran, wenn das der Willi ist'", erzählt sie.

Anna-Maria Herren: "Der Willi war alles für mich!"

Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus in Köln-Mülheim, in dem der verstorbene Schauspieler und Reality-TV-Star bis zuletzt wohnte.
Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus in Köln-Mülheim, in dem der verstorbene Schauspieler und Reality-TV-Star bis zuletzt wohnte.  © Henning Kaiser/dpa

Nichts Ungewöhnliches, denn ihr Bruder habe sie des Öfteren mit fremder Nummer angerufen, wenn zum Beispiel sein Handy mal wieder leer war.

Doch am anderen Ende meldete sich nicht der einstige "Promis unter Palmen"-Kandidat, sondern ein Journalist. "Er meinte, er wollte nur wissen, ob mein Bruder, der Willi Herren, tot sei, ob das stimmt. Da bin ich umgekippt, dann lag ich da", erinnert sich Anna-Maria noch immer fassungslos.

Mit ihrer Trauer blieb die Kölnerin anschließend ganz allein. Weil sie sich zuvor einer radioaktiven Therapie unterzogen hat und die gefährliche Strahlung noch immer nach außen absonderte, wurde sie nach dem Ende der Therapie weitere Tage in der Nuklearmedizin von der Außenwelt abgeschottet.

"Ich konnte nicht zu meiner Familie. Ich musste drei Tage und drei Nächte ganz alleine damit klarkommen", verrät sie jetzt. Darüber hinaus habe man ihr Handy und Fernsehen weggenommen, damit sie nichts von der Berichterstattung über Willis Tod mitbekommt.

Die Hiobsbotschaft hat die 57-Jährige bis heute nicht verkraftet. "Wahnsinn" sei das Verhältnis zu ihrem Willi gewesen: "Wir waren tagtäglich zusammen. (...) Der Willi war alles für mich, alles." Bleibt ihr nur viel Kraft für diese schwere Zeit zu wünschen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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