Keinen Bock auf Xavier Naidoo: Die nächste Stadt will kein Konzert des Sängers

Mannheim/Hof - Der umstrittene Mannheimer Sänger Xavier Naidoo (48, "Dieser Weg") darf nicht im oberfränkischen Hof auftreten.

Begnadeter, aber umstrittener Sänger: Xavier Naidoo.
Begnadeter, aber umstrittener Sänger: Xavier Naidoo.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Es werde keinen Ausweichtermin für das wegen der Corona-Krise abgesagte Konzert am Freitag geben, teilte die Stadt am Mittwoch mit

"Die Aussagen des Künstlers auch außerhalb seines künstlerischen Engagements sind umstritten und haben aus meiner Sicht an Deutlichkeit gewonnen", erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (48, SPD).

Grundsätzlich seien andere Meinungen zu akzeptieren, meinte die SPD-Politikern. "Doch wir distanzieren uns kategorisch von jedem, der Ressentiments befeuert, antisemitisches oder homophobes Gedankengut verbreitet oder Verschwörungstheoretikern nahesteht und sich von Extremisten vereinnahmen lässt. Denn Hass ist keine Meinung." 

Die Debatte in Hof hatte ein Antrag von Thomas Etzel ausgelöst, der für die Linken im Stadtrat sitzt.

Geplante Auftritte des Popsängers werden zunehmend zum Politikum. Auch in Mannheim, Ulm und Rostock formierte sich Widerstand. Immer wieder taucht der 48-Jährige im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auf. 

Wegen politischer Textzeilen in einem Video sieht er sich außerdem Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt. RTL nahm den Sänger deshalb im Frühjahr aus der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). Naidoo bestreitet die Vorwürfe vehement.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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