Xavier Naidoo sieht in Geimpften Zombies

Mannheim - Der längst in rechtsextreme Kreise abgedriftete Soulsänger Xavier Naidoo (50) hat erneut mit kruden Aussagen für mächtigen Wirbel gesorgt.

Xavier Naidoo (50) fällt seit Jahren als rechter Verschwörungstheoretiker auf.
Xavier Naidoo (50) fällt seit Jahren als rechter Verschwörungstheoretiker auf.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

So sagte der 50-Jährige in einer Telegram-Sprachnachricht, die aktuelle Corona-Pandemie erinnere ihn an einen Zombiefilm.

Daraufhin meinte Naidoo in Bezug auf die Covid-19-Impfung, "dass man diesen Menschen etwas injiziert, das sie in etwas verwandelt, das ähnlich daherkommt wie in diesen Filmen".

Außerdem sei es laut ihm kein Zufall, dass Hollywood zuletzt auf Zombiefilme setzte.

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Der Soulsänger wittert hier selbstverständlich eine Verschwörung, die ihren angeblichen Ursprung in den USA hat. Es gehe um Badesalz-Junkies.

Dabei spricht Naidoo von der Droge "Cloud Nine", die als Zombiedroge bezeichnet wird. So gab es Fälle, bei denen Süchtige andere Menschen angegriffen und ermordet hatten.

Für Naidoo waren dies die ersten "Versuchsratten", die aus dem Labor gelassen wurden. In der Corona-Pandemie sieht der Ex-Söhne-Mannheims-Sänger nun die "Zombieapokalypse", die von langer Hand geplant worden sei.

Xavier Naidoo, der rechte Verschwörungstheoretiker

Naidoo verbreitet bereits während der gesamten Pandemie immer wieder haltlose und gefährliche Mythen, mit denen er in windigen Telegram-Gruppen über weite Strecken gut ankommt.

Allerdings galt der 50-Jährige schon vor Corona als Verschwörungstheoretiker, der außerdem mehrfach mit antisemitischen Songzeilen auffiel.

Unter anderem behauptet Naidoo, Deutschland sei eine GmbH und spricht der Bundesrepublik die Souveränität ab. Das Land stünde demnach unter der Kontrolle der Alliierten.

Zu einem handfesten Skandal kam es 2015, als der NDR entschied, dass Xavier Naidoo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten soll.

Nach heftiger Kritik von verschiedenen Seiten zog der Sender diese Nominierung wieder zurück.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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