Nach Video-Eklat: "Söhne Mannheims" distanzieren sich von Xavier Naidoo

Mannheim - Nach dem Wirbel um ein Video von Xavier Naidoo (48, "Dieser Weg") und seinem Rausschmiss bei "Deutschland sucht den Superstar" geht das Drama um den Sänger nun in die nächste Runde.

Xavier Naidoo hat derzeit mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen.
Xavier Naidoo hat derzeit mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Band "Söhne Mannheims", zu deren Gründungsmitgliedern Naidoo zählt, distanzierte sich öffentlich von dem 48-Jährigen. In einem Facebook-Beitrag wendet sich die Gruppe an ihre Fans: "Ihr Lieben, wir sind nicht verloren, Ihr seid nicht verloren, wir sind viele!"

Und weiter: "Xavier und wir gehen seit einiger Zeit getrennte Wege und als Musikerkollektiv stehen wir klar und konkret gegen Hass, Gewalt und Rassismus!" Bestimmt sei es wichtig, in der heutigen Zeit Dinge anzusprechen, gerne auch kontrovers, aber man müsse sich der Macht des Wortes bewusst sein.

Unter dem Beitrag ernteten die Musiker für ihr Posting Zustimmung. "Danke für dieses klare Statement", schrieb eine Userin. "Es gibt Momente, da muss man auch zu alten Freunden deutlich Stellung beziehen."

"Wichtiges Statement und richtige Haltung", befand eine andere Nutzerin. Eine weitere kommentierte: "Ich danke Euch für das Statement. Haltung zeigen ist so wichtig in diesen Zeiten."

Fans kritisieren die "Söhne Mannheims" für das Statement

Neben Dieter Bohlen war Naidoo Juror bei der aktuellen "DSDS"-Staffel. Der Sender RTL beendete die Zusammenarbeit.
Neben Dieter Bohlen war Naidoo Juror bei der aktuellen "DSDS"-Staffel. Der Sender RTL beendete die Zusammenarbeit.  © Henning Kaiser/dpa

Doch viele Nutzer sind mit dem Posting gar nicht einverstanden! 

"Hauptsache mit der Menge schwimmen, anstatt mal ehrlich zu sein und zugeben können, dass an seinen Worten einiges dran ist", kommentierte eine Userin. "Finde Euer Verhalten bzw. Eure Haltung gegenüber eines früheren Mitglieds sehr schade."

Eine andere schrieb: "Xavier spricht aus, was viele denken. Für mich haben diese Äußerung nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit Realismus." 

Derweil fragt eine weitere Userin: "Was hat das mit Hass zu tun? Er spricht das aus, was fast täglich geschieht. Er hat schon immer klare Worte gewählt und jetzt wird er verschmäht. Ihr solltet Euch schämen."

Viele User kündigten unter dem Posting an, sich von der Band abzuwenden. "Und tschüss, Söhne!", kommentierte etwa ein Fan. Und fügte hinzu: "Loyalität scheint mittlerweile nichts mehr wert zu sein."

Naidoo ist gebürtiger Mannheimer. Wie die Bild-Zeitung berichtet, distanzierte sich auch die Stadt von dem Musiker. 

"Die Mannheimer Stadtgesellschaft und die Stadtverwaltung haben immer wieder Fremdenhass eine klare Absage erteilt. In diesen Tagen wurde besonders deutlich, dass Hass auf Gruppen am Ende Gewalt erzeugt. Die neuerlichen Äußerungen von Xavier Naidoo widersprechen zutiefst den Grundwerten, für die wir als Stadt stehen", hieß es gegenüber dem Springer-Blatt.

Wie berichtet, hatte ein Video des 48-Jährigen ihm massenhaft Rassismus-Vorwürfe eingebracht

Darin rappt er etwa: "Eure Töchter, Eure Kinder sollen leiden, sollen sich mit Wölfen in der Sporthalle umkleiden. Und Ihr steht seelenruhig nebendran, schaut Euch das Schauspiel an, das keiner beenden kann. Weit und breit ist hier kein Mann, der dieses Land noch retten kann. Hauptsache, es ist politisch korrekt, auch wenn Ihr daran verreckt."

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