Pumuckl vor Gericht: Darf Sender seine Abenteuer noch zeigen?

München - Wegen einer Pumuckl-Folge macht eine Drehbuchautorin mächtig Stunk. Sie zog vor Gericht gegen den Bayerischen Rundfunk. Oh, das reimt sich ja. Und was sich reimt, ist gut.

Der Rechtsstreit um die Episode "Pumuckls neues Heim" könnte bald ein Ende finden. (Archiv)
Der Rechtsstreit um die Episode "Pumuckls neues Heim" könnte bald ein Ende finden. (Archiv)  © Fotoreport/dpa

Ein gutes Ende wünscht sich tatsächlich auch das Oberlandesgericht (OLG) München in diesem Streit, dessen Ursprung über 20 Jahre zurück liegt.

1999 lief die Episode "Pumuckls neues Heim" aus der Serie "Pumuckls Abenteuer". Es war die letzte Folge der im gleichen Jahr produzierten, einzigen Staffel. Danach wurde die Serie wegen des ausbleibenden Erfolgs eingestellt.

Später hatte der Bayerische Rundfunk (BR) diese Episode im April 2019 zweimal wiederholt. Nach Auffassung der Autorin hatte der Sender jedoch dazu nicht mehr das Recht.

Im Jahr 2000 hatten beide Parteien einen gemeinsamen Vertrag geschlossen, der nun aber unterschiedlich ausgelegt wird. Demnach sollen - laut Klägerin - die Nutzungsrechte Ende 2012 ausgelaufen sein. Der BR hält jedoch mit einem gemeinsamen Vertrag von 1995 dagegen, wonach die Folgen weiterhin ausgestrahlt werden dürften.

In einem vorherigen Verfahren gab das Landgericht dem Sender Recht (TAG24 berichtete), die Frau ging daraufhin zur nächsten Instanz.

Das OLG in München appellierte nun, dass die beiden Parteien versuchen sollten, sich außergerichtlich zu einigen. Sollte das nicht klappen, will das Gericht am 26. November einen Verkündungstermin angeben.

Titelfoto: Fotoreport/dpa

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