Japans Kaiserfamilie in Gefahr: Ist älteste Monarchie bald Geschichte?

Tokio - Japans Kaiserfamilie ist in Gefahr! Der Grund: Es gibt nur noch zwei männliche Erben. Um die älteste Monarchie der Welt zu retten, ist nun eine Diskussion über die Thronfolge entfacht.

Der japanische Kaiser Naruhito (60) und seine Frau Masako (56) haben nur eine Tochter: Prinzessin Aiko (18, r.).
Der japanische Kaiser Naruhito (60) und seine Frau Masako (56) haben nur eine Tochter: Prinzessin Aiko (18, r.).  © dpa/kyodo

Taro Kono (57), Verteidigungsminister im Land der aufgehenden Sonne, schlägt Alarm. 

Auf einer Pressekonferenz in dieser Woche warnte der Politiker davor, das männliche Nachfolgesystem aufrechtzuerhalten. Denn anders als in vielen europäischen Königshäusern werden in Japan Frauen nicht in der Thronfolge berücksichtigt. 

Da Kaiser Naruhito (60) mit Prinzessin Aiko (18) nur eine Tochter hat, fällt der Thron nach seinem Tod an seinen Bruder Kronprinz Fumihito (54). 

Danach käme nur noch dessen 13-jähriger Sohn Hisahito als Nachfolger infrage. 

Doch was passiert, wenn dem jungen Prinzen etwas zustößt bzw. er ebenfalls für keine männlichen Erben sorgen kann? Dann wäre die älteste ununterbrochene Erbmonarchie am Ende.

Kein Wunder, dass Taro Kono die Diskussion anregt, ob in Japan künftig auch Kaiserinnen zugelassen werden sollten. Viele Konservative im Palast sträuben sich jedoch gegen ein neues Erbfolgegesetz. 

Kronprinz Fumihito (54) und Prinzessin Kiko (53) mit ihrem Sohn Hisahito (13). Die beiden Männer sind die letzten verbliebenen Erben der Kaiserfamilie.
Kronprinz Fumihito (54) und Prinzessin Kiko (53) mit ihrem Sohn Hisahito (13). Die beiden Männer sind die letzten verbliebenen Erben der Kaiserfamilie.  © imago images/Kyodo News

Das Volk ist dagegen offener: Im Oktober 2018 sprachen sich unglaubliche 81,9 Prozent der Befragten für die weibliche Thronfolge aus.

Titelfoto: imago images/Kyodo News

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