Meghan Markle in emotionaler Rede über Rassismus und George Floyd

Los Angeles (USA) - Wie viele andere Prominente weltweit auch äußerte sich jetzt Meghan Markle (38) zu dem Thema Rassismus. In einer Videobotschaft an die Absolventen ihrer ehemaligen Highschool in Los Angeles spricht die Amerikanerin über ihre eigenen Erlebnisse und natürlich auch den Fall George Floyd.

Meghan Markle während ihrer Ansprache an die Schüler.
Meghan Markle während ihrer Ansprache an die Schüler.  © dpa/PA Media/The Duchess Of Sussex

Die Botschaft nahm Meghan Markle für die Abschlussklasse Immaculate Heart High School auf, so der "Telegraph", der einen Teil der Ansprache veröffentlichte.

Sich überhaupt nach dem Tod von George Floyd zum Thema Rassismus zu äußern und die richtigen Worte zu finden, fiel der ehemaligen Schauspielerin zunächst schwer. Schließlich kam sie aber zu dem Entschluss: "Das einzige, was man falsch sagen könnte, sei, nichts zu sagen." Also spricht auch sie jetzt!

Das, was momentan in den USA vor sich gehe, sei furchtbar, so die 38-Jährige.

Auch sie habe als Kind schon einmal das erlebt, was die Teenager jetzt auf den Straßen sehen: "Ich war 11 oder 12 Jahre alt, und es waren die Unruhen in L.A., die auch durch einen sinnlosen Akt des Rassismus ausgelöst wurden", erinnert sich Meghan an das Jahr 1992, als es zu Unruhen kam, nachdem der Afroamerikaner Rodney King von vier Polizisten zusammengeschlagen wurde, so die DPA zu den Hintergründen. 

"Ich erinnere mich an die Ausgangssperre, und ich erinnere mich, wie ich nach Hause geeilt bin und auf der Heimfahrt Asche vom Himmel fallen sah, den Rauch roch und den Rauch aus den Gebäuden wehen sah." 

Meghan fährt fort: Man sieht jetzt aber auch, dass Menschen und Gemeinden zusammenkommen und solidarisch zusammenstehen. Auch diese Bilder gingen um die Welt. "Ihr seid ein Teil dieser Bewegung", bestärkt die 38-Jährige die Schüler.

Das, was jetzt passiere, sei nicht das Ende einer Sache, sondern viel mehr der Anfang. Es gehe jetzt um Wiederaufbau, so die Herzogin. So oft, bis es endlich wieder aufgebaut ist: "Denn wenn die Grundlage zerbrochen ist, sind wir es auch."

Meghan fügt hinzu, dass die Schülerinnen und Schüler dies "als eine Geschichtsstunde und nicht als eine Realität" verstehen dürfen und fordert die Absolventen auf, sich zu äußern und ihre Stimme zu erheben. Nie war ihre Stimme so stark wie jetzt. Die meisten dürfen schließlich wählen, so Meghan und bezieht sich dabei auf die kommenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen. 

Sie wisse, dass die Absolventen sich darüber bewusst sind, dass "schwarzes Leben zählt" ("Black Lives Matter" ist der weltweite Protest-Ruf gegen Rassismus). Das von George Floyd, aber auch das aller anderer schwarzen Menschen. Ob man deren Namen nun kennt oder nicht. 

Meghan Markle über Rassismus und George Floyd

Mit starken Worten endet ihre Rede: "Ihr werdet Einfühlungsvermögen für diejenigen haben, die die Welt nicht durch die gleiche Linse sehen, wie ihr. Ihr seid bereit. Wir brauchen Euch, und Ihr seid vorbereitet."

Titelfoto: dpa/PA Media/The Duchess Of Sussex

Mehr zum Thema Royales:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0