Nach Vorwürfen von Harry und Meghan: Krisentreffen der britischen Royals

London (Großbritannien) - Ist das die "schlimmste royale Krise in 85 Jahren?" Nach dem brisanten Interview von Prinz Harry (36) und Herzogin Meghan (39) haben sich führende Royals einem Bericht der BBC zufolge zu Krisensitzungen getroffen.

Prinz Harry (36) und die schwangere Herzogin Meghan (39) gaben der US-Talkmasterin Oprah Winfrey (67) ein spannendes Interview und machten dem britischen Königshaus einige brisante Vorwürfe.
Prinz Harry (36) und die schwangere Herzogin Meghan (39) gaben der US-Talkmasterin Oprah Winfrey (67) ein spannendes Interview und machten dem britischen Königshaus einige brisante Vorwürfe.  © Joe Pugliese/Harpo Productions/AP/dpa

Die Ausstrahlung der Sendung im britischen Fernsehen hatte am Montagabend nach Angaben des Senders ITV mehr als elf Millionen Menschen an die Bildschirme gelockt.

Eine Reaktion des Palasts stand am Dienstag noch aus. Prinz Charles (72) zeigte sich beim Besuch eines Impfzentrums zwar kurz in der Öffentlichkeit, auf Fragen antwortete er jedoch nicht.

Meghan und Harry hatten in dem Interview mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey (67) schwere Vorwürfe gegen die Königsfamilie erhoben, ihr mangelnde Unterstützung vorgeworfen und sie rassistischer Gedankenspiele bezichtigt.

Simone Thomalla meldet sich nach Liebes-Aus: So geht es ihr nach der Trennung
Promis & Stars Simone Thomalla meldet sich nach Liebes-Aus: So geht es ihr nach der Trennung

Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", erzählte Meghan. Von welchem Royal diese Aussagen kamen, wollte das Paar nicht preisgeben - lediglich Queen Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) wurden später ausgenommen.

Das Thema hatte die Schlagzeilen fast aller Zeitungen in Großbritannien am Dienstag dominiert. "Was haben sie getan?", titelte beispielsweise die "Daily Mail" zu einem Bild Meghans und Harry.

"Schlimmste royale Krise in 85 Jahren", hieß es auf der Titelseite des "Daily Mirror". Der "Guardian" bezeichnete die Rassismusvorwürfe als "vernichtend" und der "Daily Express" titelte: "So traurig, dass es so weit gekommen ist."

Australien will womöglich sogar aus der Monarchie austreten

Das Interview von Meghan und Harry beherrscht zurzeit die britischen Schlagzeilen.
Das Interview von Meghan und Harry beherrscht zurzeit die britischen Schlagzeilen.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Ausdrücklich kritisierte Harry auch, dass keines seiner Familienmitglieder sich gegen "koloniale Untertöne" in Berichten der britischen Boulevardpresse gewandt habe.

Vor allem dieser Vorwurf dürfte der stets um den Commonwealth bemühten Queen Sorgen bereiten. Sie steht an der Spitze des losen Staatenverbunds, dem 54 Länder angehören. Die meisten davon waren früher Teil des britischen Empires. In 16 dieser Länder ist die Queen auch heute noch Staatsoberhaupt.

Ausgerechnet am Montag hatte der Palast den "Commonwealth Day" mit einer aufgezeichneten Ansprache der Queen noch feierlich begangen. Von Wertschätzung war die Rede. Die Vorwürfe von Meghan und Harry dürften in einigen Ländern nun Zweifel daran geweckt haben, ob die Royals das tatsächlich ernst meinen.

Nena sagt komplette Tour ab: "Ich mache da nicht mit!"
Musik News Nena sagt komplette Tour ab: "Ich mache da nicht mit!"

Der ehemalige australische Premierminister Malcom Turnbull sah sich durch das Interview in seiner Forderung nach einem Ende der Monarchie in seinem Land bestärkt.

Wenn die Queen einmal nicht mehr auf dem Thron sitzen werde, müsse man darüber nachdenken, ob der König oder die Königin Großbritanniens automatisch das Staatsoberhaupt Australiens sein solle, sagte er dem Fernsehsender ABC TV.

Titelfoto: Joe Pugliese/Harpo Productions/AP/dpa

Mehr zum Thema Royals: