Prinz Charles hat kurz vorm Jahreswechsel diese wichtige Botschaft

London - Im Kampf gegen den Klimawandel hat Prinz Charles (72) die Ureinwohner als Vorbild genannt.

Prinz Charles (72), Prinz von Wales und Herzog von Rothesay, geht während eines Schottland-Besuchs auf dem Gelände von Dunnottar Castle in der Nähe von Stonehaven.
Prinz Charles (72), Prinz von Wales und Herzog von Rothesay, geht während eines Schottland-Besuchs auf dem Gelände von Dunnottar Castle in der Nähe von Stonehaven.  © Jane Barlow/PA Wire/Dpa

"Es ist höchste Zeit, dass wir der Weisheit der indigenen Gemeinschaften und der Menschen der First Nations auf der ganzen Welt mehr Aufmerksamkeit schenken", sagte der britische Thronfolger in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit der kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood für BBC Radio 4.

Charles sagte, er habe sich im vergangenen Jahr oft mit Führungspersönlichkeiten der First Nations unterhalten. Mit diesem Begriff bezeichnet Kanada die Ureinwohner des Landes.

"Wir können so viel von ihnen lernen, wie wir das Gleichgewicht wieder herstellen und beginnen können, ein Gefühl für das Heilige wiederzuentdecken, denn die Natur - Mutter Natur - ist unser Erhalter, wir sind Teil der Natur", sagte Charles. "Wir sind Natur."

Die Menschen hätten vergessen, dass sie "ein Mikrokosmos des Makrokosmos" seien. Wenn die Natur weiter ausgebeutet werde, sei das "Wahnsinn".

Viele hielten ihn für "schrullig"

Der Prince of Wales ist seit Jahrzehnten als Umweltschützer aktiv. Als er 1970 erstmals über das Thema sprach, hätten ihn viele für "schrullig" gehalten, sagte er der Booker-Preisträgerin Atwood. Niemand habe damals davon wissen wollen.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg (17) betonte in derselben Sendung, die Corona-Krise habe die Notwendigkeit bewiesen, auf die Wissenschaft zu hören. "Die Pandemie hat ein Schlaglicht darauf gerichtet, dass wir von der Wissenschaft abhängig sind und dass wir es ohne Wissenschaft nicht schaffen können", sagte die 17-jährige Schwedin im Gespräch mit Atwood.

Die Menschen würden aber nur "einer Art Wissenschaftler" zuhören. So würden etwa Klimaforscher und Biodiversitätsexperten ignoriert.

Titelfoto: Jane Barlow/PA Wire/Dpa

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