Prinz Harry: Riskiert er trotz Trauer den totalen Bruch mit der königlichen Familie?

London/Windsor - Sollte sich Prinz Harry bei der Beerdigung nicht für vergangene Fehler entschuldigen, könnte sich die königliche Familie endgültig von ihm abwenden, so Experten.

Damals noch gemeinsam, heute zerstritten und in Trauer: die englische Königsfamilie.
Damals noch gemeinsam, heute zerstritten und in Trauer: die englische Königsfamilie.  © Victoria Jones/PA Wire/dpa

Trauer beherrscht das Leben auf Schloss Windsor zurzeit, und doch wird Prinz Harrys (36) Beziehung zur Familie erneut auf die Probe gestellt. Wie Quellen aus dem Palast bestätigten, will Harry auf jeden Fall an der Beerdigung teilnehmen.

Vater Charles (72) zeigte sich darüber überglücklich, wie die Sun berichtete. Es ist das erste Zusammentreffen der Familie nach dem Skandalinterview mit Oprah Winfrey (67).

Damals hatte Harrys Frau Meghan (39) ein unbekanntes Familienmitglied beschuldigt, Sorge über die Hautfarbe ihrer gemeinsamen Kinder geäußert zu haben. Sie beschwerte sich außerdem, keinen Personenschutz für ihr Neugeborenes erhalten zu haben, während Harry erzählte, er habe sich von der Familie oft verlassen gefühlt.

Das Gespräch führte zu Krisensitzungen der Royals, der Buckingham Palace nannte die Situation "besorgniserregend". Unter anderem Harrys Bruder William (38) lehnte die Anschuldigungen öffentlich ab, unter der Begründung, "die königliche Familie" sei "nicht rassistisch". Der private Kontakt zwischen dem Paar und dem Rest der Familie scheint abgebrochen, zuletzt habe man sich nur über anstehende Formalitäten unterhalten.

Nun kommt Harry erstmalig dazu, persönlich mit seiner Familie über die royale Krise zu sprechen - und das, während sie alle um Prinz Philip trauern. Könnte das gemeinsame Leid helfen, alte Wunden heilen zu lassen?

Mimt Harry den selbstgerechten Kämpfer oder gibt er sich unterwürfig?

Verhaltene Gesichter von Prinz Harry (36, v.l.n.r.), Bruder William (38), Harrys Frau Meghan (39), Herzogin Kate (39) und Prinz Charles (72, vorne) im März 2020 bei einem der letzten Male, an dem sich die Familie sah.
Verhaltene Gesichter von Prinz Harry (36, v.l.n.r.), Bruder William (38), Harrys Frau Meghan (39), Herzogin Kate (39) und Prinz Charles (72, vorne) im März 2020 bei einem der letzten Male, an dem sich die Familie sah.  © Phil Harris/POOL Mirror/AP/dpa

"Jetzt ist Harrys Moment der Abrechnung gekommen", weiß ein königlicher Experte. Der Friede im Hause Windsor hänge davon ab, ob Charles und William vergeben könnten. Hier komme es darauf an, wie sich Harry ihnen gegenüber verhalte. "Wenn er als selbstgerechter Kämpfer kommt und sich nicht entschuldigt, riskiert er den dauerhaften Bruch mit seiner Familie", erzählte der Insider der Sun.

Das Treffen biete aber auch neue Chancen. "Wenn er sich unterwürfig zeigt, kann er seine Bindung zu Charles und William neu aufbauen." Alles hängt also von Harrys Verhalten ab - passt er sich der Familie an, könnten die Streitigkeiten begraben werden. Sollte er das nicht tun, könnte die Familie sich komplett von ihm abwenden.

Während Harry also eine neue Chance bekommt, beteiligt sich die schwangere Meghan an einer womöglichen Versöhnung vorerst nicht persönlich. Ärzte rieten ihr ab, ein Flugzeug zu besteigen. Sie wird auf der Beerdigung, zu der nur 30 Leute kommen dürfen, also nicht anwesend sein.

Prinz Philips Beerdigung soll am kommenden Samstag um 15 Uhr Ortszeit stattfinden und mit einer landesweiten Schweigeminute beginnen. Der Duke of Edinburgh war am Freitag im Alter von 99 Jahren verstorben.

Quellen berichten, der Tod sei friedlich gewesen und die Queen (94) hätte ihm in seinen letzten Minuten zur Seite gestanden.

Titelfoto: Victoria Jones/PA Wire/dpa

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