Prinz Harry lästert über die Verfassung der USA: Es hagelt einen Shitstorm

Kalifornien (USA) - Mit dieser Äußerung trat Prinz Harry (36) gewaltig daneben! Bereits seit einigen Monaten lebt das ehemalige royale Mitglied mit Ehefrau Meghan (39) und Sohn Archie (2) in den USA. Aber mit der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika hapert es wohl noch etwas.

Prinz Harry (36) steht mal wieder in der Kritik.
Prinz Harry (36) steht mal wieder in der Kritik.  © Jeremy Selwyn/Evening Standard via PA Wire/dpa

Autsch! Da hat er wohl nicht richtig nachgedacht. Wie die DailyMail schrieb, sagte der Prinz in einem Podcast zu dem "First Amendment" (dem ersten Zusatzartikel zur Verfassung der USA): "Ich verstehe es immer noch nicht, aber es ist verrückt." Nur wenig später hagelte es im sozialen Netz einen riesigen Shitstorm.

Denn das First Amendment ist wichtiger Teil des Grundrechtekataloges des Landes. Es schützt mehrere Grundfreiheiten wie die Religionsfreiheit, die Redefreiheit, die Pressefreiheit, oder auch das Recht, sich zu versammeln.

Genau diesen Verfassungszusatz bezeichnete der Prinz öffentlich als "verrückt". Ein Skandal in den USA.

Denn immerhin war der 36-Jährige regelrecht aus seinem Heimatland geflohen, um im luxuriösen Teil des US-Bundesstaates Kalifornien Zuflucht zu suchen.

Eigentlich hatte er bei den US-Amerikanern bislang einen guten Ruf genossen. Seine Entscheidung, über das royale Leben bei Talkmeisterin Oprah Winfrey (67) auszupacken, stieß eher auf sympathische Bekundungen als auf Ablehnung.

Doch das änderte sich nun schlagartig. Auf Twitter zeigten sich Tausende User schockiert. Die Kommentare waren eindeutig: Wenn ihm Amerika nicht gefällt, soll er doch wieder nach Großbritannien zurückgehen.

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Prinz Harry regt sich über die Pressefreiheit auf, weil er sich belagert fühlt

Prinz Harry mit Sohn Archie (2) und Ehefrau Meghan (39).
Prinz Harry mit Sohn Archie (2) und Ehefrau Meghan (39).  © Toby Melville/PA Wire/dpa

Doch was war der Grund, dass Prinz Harry ausgerechnet über die Pressefreiheit wetterte? Dafür muss man sich zunächst einmal den Zusammenhang ansehen.

Denn im Gespräch mit dem Podcast-Betreiber, dem US-Schauspieler Dax Shephard (46, "Idiocracy") sprach er über seine Anfangszeit in Kalifornien.

Da lebte er in der Villa des Filmproduzenten Tyler Perry (51, "A Madea Family Funeral") in Beverly Hills und war schockiert über die "Fresswut" der Medien, wie er es bezeichnete.

Denn der Rotschopf und seine Familie wurden konsequent von Paparazzi belagert! Diese ließen Drohnen oder auch Hubschrauber über das Anwesen fliegen, um Bilder des Paares zu ergattern.

"Wie kann das normal sein? Wie kann das akzeptabel sein?", fragte Harry den Host Shephard.

Der verwies daraufhin auf das First Amendment, also die Freiheit der Presse und betonte, dass es aber auch da Grenzen gebe, gegen die man rechtlich vorgehen könnte.

Harry erwiderte, dass er nicht über das First Amendment gehen wolle, da es ein riesiges Thema sei, welches er "nicht verstehe". Und weiter: "Man kann in allem ein Schlupfloch finden."

Er ließ sich ein wenig über den Zusatzartikel aus, bis der Satz fiel: "Es gibt so vieles, was ich über das First Amendment sagen möchte. Ich verstehe es immer noch nicht, aber es ist verrückt."

Und genau diese Äußerung wird nun von den Medien regelrecht zerrissen. Ob es sich Harry jetzt wohl auch noch mit den Amerikanern verscherzt hat?

Titelfoto: Jeremy Selwyn/Evening Standard via PA Wire/dpa

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