Prinz William nach verlorenem EM-Finale: "Ich bin angewidert"

London - Nach dem EM-Finalspiel zwischen Italien und England werden drei englischen Fußballspieler im Netz rassistisch beleidigt. Prinz William (39) übt daran scharfe Kritik.

Herzogin Kate (l., 39), Sohn George (Mitte, 7) und Prinz William (39) beim Finalspiel im Wembley-Stadion.
Herzogin Kate (l., 39), Sohn George (Mitte, 7) und Prinz William (39) beim Finalspiel im Wembley-Stadion.  © Christian Charisius/dpa

Bukayo Saka (19), Marcus Rashford (23) und Jadon Sancho (21) schossen im Elfmeter-Krimi daneben und verhalfen Italien damit zum Gewinn der Europameisterschaft.

Auf Twitter und Instagram wurden die drei dafür aufs Übelste beleidigt - zum Teil auch aufgrund ihrer Hautfarbe.

Während der Englische Fußballverband und Premierminister Boris Johnson (57) sich auf Twitter gegen die Hasskommentare im Netz aussprachen, meldete sich nun auch einer zu Wort, von dem man es nicht unbedingt erwartet hatte: Prinz William!

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Der britische Royal, der seine Emotionen sonst immer gut unter Kontrolle hat, lässt auf Twitter seiner Wut freien Lauf.

Dort kritisiert er das Verhalten der vermeintlichen Fußballfans scharf: "Die rassistischen Attacken, die nach dem Spiel gestern Abend gegen englische Spieler gerichtet waren, machen mich krank. Es ist völlig inakzeptabel, dass Spieler dieses abscheuliche Verhalten ertragen müssen."

Zudem fordert der Herzog von Cambridge, dass alle Beteiligten zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Prinz William zeigt sich auf Twitter fassungslos über rassistische Beleidigungen gegen Fußballspieler

William hatte das Spiel live im Wembley-Stadion zusammen mit seiner Ehefrau Kate (39) und Sohn George (7) mitverfolgt.

Ein derartig entschiedenes und aufgebrachtes Statement von dem Enkel der Queen (95) kommt äußerst überraschend, denn das britische Königshaus verzichtet nach außen hin meist auf derartige Kommentare.

Im März hatten sein Bruder Harry (36) und dessen Ehefrau Megan (39) in einem Interview mit Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey (67) dem britischen Königshaus unter anderem Rassismus vorgeworfen.

Wenige Tage nach Veröffentlichung des Gesprächs erklärte William am Rande einer offiziellen Veranstaltung: "Wir sind keine rassistische Familie".

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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