Prinz William wehrt sich gegen Harry und Meghan: "Wir sind keine rassistische Familie!"

London - Sind die britischen Royals womöglich rassistisch oder zumindest einer oder eine von ihnen? Prinz William (38) wehrt sich nun gegen die Rassismus-Vorwürfe.

Prinz William (38) sagt nicht viel zu den Vorwürfen seines Bruders und seiner Schwägerin, aber eine Unterstellung weist er dennoch entschlossen zurück.
Prinz William (38) sagt nicht viel zu den Vorwürfen seines Bruders und seiner Schwägerin, aber eine Unterstellung weist er dennoch entschlossen zurück.  © Justin Tallis/PA Wire/dpa

Seit Tagen schwebt der Vorwurf nun wie eine dunkle Wolke über dem Buckingham-Palast. Die Royals - ein versteifter, erzkonservativer Clan, der dunklere Hautfarben als den in Windsor üblichen Elfenbeinton als nicht-akzeptable Bedrohung ansieht?

Herzogin Meghan Markle (39) und Prinz Harry (36) haben in ihrem weltweit beachteten Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey (67) von der anderen Seite des Atlantiks aus genau dieses Bild entstehen lassen. Nun meldet sich erstmals einer der Royals persönlich zu Wort.

"Wir sind keine rassistische Familie", sagte Harrys Bruder Prinz William am Donnerstag beim Besuch einer Schule in London.

Es ist eine knappe Antwort auf Reporterfragen, dahingeworfen im Vorbeigehen, aber dennoch bestimmt und ohne Raum für Zweifel. Der Thronfolger Nummer Zwei schlägt damit deutlich klarere Töne an als die offizielle Linie des Königshauses.

Meghans und Harrys schwerster Vorwurf hat es in sich: Es sei im Königshaus vor der Geburt ihres Sohnes Archie Thema gewesen, wie dunkel dessen Hautfarbe sein würde, erzählten die beiden.

Royale Familie steht unter Rassismus-Generalverdacht, wer ist schuld?

Nach dem brisanten TV-Interview von Meghan Markle (39) und Prinz Harry (36) ist Großbritannien in heller Aufregung.
Nach dem brisanten TV-Interview von Meghan Markle (39) und Prinz Harry (36) ist Großbritannien in heller Aufregung.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Ein dunkelhäutiges Baby soll der Palast als mögliches Problem angesehen haben. Die 39-jährige Herzogin ist die Erste im Hause Windsor mit afroamerikanischen Wurzeln, ihre Mutter ist schwarz (Historiker glauben allerdings, dass bereits die in Mecklenburg geborene britische Königin Charlotte Vorfahren auf dem schwarzen Kontinent hatte).

Ein hochrangiger Royal habe die Überlegung, wie die Hautfarbe nach außen wirken könne, gegenüber Harry geäußert, hieß es. Wer das war, will das Paar um keinen Preis verraten. Lediglich Ihre Majestät - Queen Elizabeth II. (94) persönlich - und Prinz Philip (99) nahm man nachträglich aus der Schusslinie.

William selbst hat laut eigener Aussage noch nicht mit seinem Bruder gesprochen, "aber ich werde das tun." Die Beziehung zwischen den beiden Prinzen gilt allerdings ohnehin schon lange als angespannt.

Der engste royale Familienkreis befindet sich nun unter Generalverdacht. Ist Prinz Charles, der zeitweise Harrys Anrufe abgelehnt haben soll, der Beschuldigte? Oder William selbst? Vielleicht sogar Herzogin Kate?

Die Wetten der britischen Buchmacher laufen auf Hochtouren. Kommentatoren kritisieren, dass sich durch die diffusen Anschuldigungen kaum ein Royal entspannt zurücklehnen, aber erst recht nicht verteidigen kann. Und so rumort es weiter im Königshaus - ohne Aussicht auf eine baldige Glättung der Wogen.

Titelfoto: Justin Tallis/PA Wire/dpa

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