Royals plaudern nach Tod von Prinz Philip aus dem Nähkästchen

London - Fast ein halbes Jahr ist es her, dass der Tod von Prinz Philip (†99) eine große Lücke in der britischen Königsfamilie hinterlassen hat. Nun blicken die Royals zurück – und verraten überraschende Details.

Königin Elizabeth II. (95) hielt sich als einzige mit Äußerungen über ihren verstorbenen Mann Prinz Philip (†99) zurück. (Archivbild)
Königin Elizabeth II. (95) hielt sich als einzige mit Äußerungen über ihren verstorbenen Mann Prinz Philip (†99) zurück. (Archivbild)  © Andy Rain/EPA/dpa

Es kommt nicht häufig vor, dass fast die gesamte Königsfamilie vor laufender Kamera aus dem Nähkästchen plaudert. Aber es kommt eben auch nicht oft vor, dass ein Mann 99 Jahre alt wird und mehr als 70 davon an der Seite einer Königin verbringt.

"Wir können uns glücklich schätzen, ihn fast 100 Jahre an unserer Seite gehabt zu haben", sagt ein emotionaler Prinz Charles (72) bereits im Trailer für die neue BBC-Sendung "Prince Philip: The Royal Family Remembers" (deutsch: "Prinz Philip: Die Königliche Familie erinnert sich").

Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod des Herzogs von Edinburgh blicken die Angehörigen ausgiebig zurück und geben intime Einblicke ins Familienleben.

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Einige Details sickern bereits in den Tagen vor der Fernsehausstrahlung durch, da verschiedene Medien schon Ausschnitte aus den Interviews kennen. So soll Thronfolger Charles am Tag vor dem Tod noch mit seinem Vater telefoniert haben, um über eine Feier zu seinem 100. Geburtstag zu sprechen, der im Juni gewesen wäre.

"Nun ja, dafür muss ich noch leben, oder?", soll der 99-Jährige darauf laut der Daily Mail in typisch-zynischer Prinz-Philip-Manier geantwortet haben.

Trailer der BBC-Sendung "Prince Philip: The Royal Family Remembers"

Auch William kommt zu Wort

Prinz Philip plante mit seinem 100. Geburtstag. (Archivbild)
Prinz Philip plante mit seinem 100. Geburtstag. (Archivbild)  © Adrian Dennis/PA Wire/dpa

Philip war kein Mann der großen Worte und kein Fan des Rampenlichts. "Er war ein großer Zuhörer, er hat einem gewissermaßen den Raum bereitet, in dem man so viel teilen konnte, wie man wollte, aber er hätte niemals nachgebohrt", erinnert sich Enkel Prinz Harry (37), der in den USA ebenfalls für die Dokumentation befragt wurde.

"Er liebte es, Kochshows zu gucken", verrät Philips Schwiegertochter Gräfin Sophie (56), die Frau des jüngsten Queen-Sohns Prinz Edward (57).

"Hairy Bikers", eine britische BBC-Kochshow mit einem beliebten Moderatoren-Duo, sei einer seiner Favoriten gewesen. Sie habe es geliebt, mit ihm übers Kochen zu reden, erzählt die 56-Jährige der Nachrichtenagentur PA zufolge.

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Auch Enkel William (39) würdigt die kulinarischen Kompetenzen seines Großvaters – insbesondere am Grill: "Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es in dieser Familie noch nie einen Fall von Lebensmittelvergiftung in Verbindung mit dem Herzog von Edinburgh gegeben hat."

Königin Elizabeth II. zeigt ganz besonderen Schatz

Schon immer am Essen interessiert: Im Jahr 2000 sah sich Prinz Philip eine Käsefabrik in Australien an. (Archivbild)
Schon immer am Essen interessiert: Im Jahr 2000 sah sich Prinz Philip eine Käsefabrik in Australien an. (Archivbild)  © Les_Smith_Pool/AFP/dpa

Ursprünglich wollte die BBC die Sendung über Prinz Philip zu seinem 100. Geburtstag ausstrahlen. Doch es kam anders.

In den Monaten nach dem Tod sammelten die Macher in zahlreichen Gesprächen Erinnerungen, Bilder und erstellten ein detailreiches Zeugnis über Philips Bedeutung für seine große Familie.

Königin Elizabeth (95) selbst äußert sich in der Sendung nicht. Stattdessen gewährte sie jedoch Zugang zu ihrem privaten Filmarchiv, sodass bislang unbekannte Filmszenen einfließen konnten.

Schon im Trailer ist die junge Familie von Philip und Elizabeth II. beim Fahrradfahren und bei einem Bootsausflug zu sehen.

Zwischen den ungewohnt offenen Äußerungen der Royals lässt sich erahnen, wie groß die Lücke sein muss, die der Prinzgemahl in seiner Familie hinterlassen hat.

"Er wurde älter und er hat das gehasst", erzählt Enkelin Zara Tindall (40). "Aber, nun ja, man bereitet sich nicht darauf vor, ihn zu verlieren, denn er war einfach immer da."

Titelfoto: Andy Rain/EPA/dpa

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