Spielerfrau vertritt andere Meinung zur Corona-Krise und verurteilt "Schubladendenken"

Stuttgart - Was die Corona-Krise betrifft, gehen die Meinungen in der Gesellschaft bekanntlich stark auseinander.

Natalie Grahl räumt in ihrer Instagram-Story mit "Schubladendenken" auf und macht sich für Diskussionen mit verschiedenen Meinungen, auch in der Corona-Krise, stark. (Fotomontage)
Natalie Grahl räumt in ihrer Instagram-Story mit "Schubladendenken" auf und macht sich für Diskussionen mit verschiedenen Meinungen, auch in der Corona-Krise, stark. (Fotomontage)  © Montage: Screenshots Instagram/natalie.grahl

Natalie Grahl, die Ehefrau von Fußballprofi Jens Grahl (Torhüter beim Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart) hat sich jetzt in einer Instagram-Story auf eine ganz bestimmte Art und Weise mit diesem Thema befasst. 

Sie selbst vertritt nach eigener Aussage Meinungen, die sich von denen des "Mainstreams" unterscheiden, was vielen offenbar aufstößt. In der Folge werde Grahl abgestempelt - sie bezeichnet das als "Schubladendenken".

"Ich hab' das Gefühl, dass Menschen andere gerne in Schubladen stecken, weil es einfacher ist", so die Spielerfrau. Sei man erst einmal in einer Schublade drin, bleibe man dort und der andere müsse sich nicht mehr intensiv mit einem auseinandersetzen.

Natalie Grahl machte an mehreren Beispielen fest, in welchen Schubladen sie schon alles landete. So wurde sie unter anderem als Nazi betitelt, weil sie zu einer Demo für Grundrechte gegangen ist. 

"Da passt es natürlich, dass mein Lebenstraum ist, die Welt zu bereisen, Kulturen zu entdecken und dass ich ausländische Freunde habe", konterte sie ironisch.

Natalie Grahl: Dialog mit verschiedenen Meinungen bringt Gesellschaft voran

Auch eine Impfgegnerin wurde die Zweifachmutter genannt. Diesem Vorurteil nahm sie ebenfalls Wind aus den Segeln, denn sie und ihre Familie sind geimpft - jedoch nur mit den Stoffen gegen lang getestete und weit verbreitete Krankheiten, bei denen die Nebenwirkungen und Impfschäden nachweislich geringer seien als bei anderen.

Und dann wäre da noch der Punkt "Verschwörungstheoretiker". "Ja, die gibt es, aber nicht jeder, der eine andere Meinung hat als der Mainstream ist einer", so die Start-Up Gründerin. Sie selbst habe kein Problem damit, so bezeichnet zu werden, sieht jedoch in bestimmten Fällen einen diffarmierenden Charakter.

"Wenn beispielsweise ein Professor andere Zahlen hat als ein Mainstream-Professor und deshalb gleich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt wird, finde ich das gegenüber der Person eine Frechheit", so Grahl. Die Spielerfrau spricht sich dafür aus, die Informationen sowohl der gängigen als auch alternativen Medien zu hinterfragen.

Denn nur so entstünden verschiedene Meinungen, nur so komme es zum Gespräch oder zur Diskussion. Dieser Dialog würde Natalie Grahl zufolge positiv zu einer Weiterentwicklung der Gesellschaft beitragen.

Und da in der Corona-Krise letztlich "alle im selben Boot sitzen, sollten wir aufhören, uns gegenseitig aufzuhetzen und faktenbasierte Diskussionen führen", schloss sie ihren Gedankengang.

Titelfoto: Montage: Screenshots Instagram/natalie.grahl

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