Zwölf Milliarden D-Mark noch immer verschollen! Auf der Suche nach dem verlorenen Geld

Leipzig/Chemnitz - Zwölf Milliarden D-Mark gelten heute noch als verschollen. Was ist mit dem Geld geschehen? Und warum gibt es noch immer Menschen, die das alte Geld zu Hause aufbewahren?

Vor 20 Jahren kam ihr Ende: Im Januar 2002 wurde der Euro eingeführt, die D-Mark damit offiziell abgeschafft. (Archivbild)
Vor 20 Jahren kam ihr Ende: Im Januar 2002 wurde der Euro eingeführt, die D-Mark damit offiziell abgeschafft. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Die MDR-"Umschau" ist dem Phänomen auf den Grund gegangen, hat Menschen gesucht, die die alte Mark noch immer besitzen, mit Sammlern gesprochen und bei der Bundesbank nachgefragt, ob die fehlenden zwölf Milliarden noch auftauchen werden.

In Chemnitz zeigt sich, dass tatsächlich noch viele Menschen die alte deutsche Währung zuhause haben. Sie nutzen Münzen für den Einkaufswagen im Supermarkt, finden Pfennige in der Couch-Ritze oder haben noch Erspartes, das auf seinen Umtausch wartet.

Bereits 1990, als die Mauer fiel, war das Ende der D-Mark besiegelt. Der damalige Kanzler Helmut Kohl (†87) hatte zuvor dem Euro zugestimmt, "um Frankreich die Deutsche Einheit schmackhaft zu machen", heißt es während der Sendung.

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1997 wurden die ersten Euro-Münzen testweise in Berlin ausgegeben. Drei Jahre später, im Januar 2002, wird der Euro offiziell eingeführt. Die größte Währungs-Umstellung aller Zeiten.

550 Euro für einen 5er

D-Mark-Scheine sind auch heute noch einiges wert. Da fast alle nach der Euro-Umstellung zerstört wurden, gelten sie unter Sammlern als Rarität. (Archivbild)
D-Mark-Scheine sind auch heute noch einiges wert. Da fast alle nach der Euro-Umstellung zerstört wurden, gelten sie unter Sammlern als Rarität. (Archivbild)  © Boris Roessler/dpa/dpa-tmn

Die nicht mehr benötigten DM-Münzen und -Scheine wurden eingeschmolzen oder geschreddert.

Einige Menschen bewahren sie jedoch auch heute noch aus gutem Grund auf, wie beispielsweise die Mitglieder des Numismatischen Vereins Chemnitz. Die Geldsammler bunkern die alten Scheine und Münzen aus Leidenschaft, haben zum Teil noch Tausende Mark zu Hause.

Mark-Münzen seien heute nahezu wertlos, da sie noch in viel zu großen Stückzahlen existieren, sagen die Sammler. Geldscheine hingegen seien eine gute Wertanlage. So wird während der Sendung ein 5er aus den 70er Jahren gezeigt, der bei Ebay 550 Euro kosten soll.

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Die Scheine wurden nach der Währungs-Umstellung fast vollständig geschreddert, sind heute sehr rar. Wer immer noch einen bei sich hat, könnte damit vielleicht gutes Geld machen!

Zwölf Milliarden D-Mark gelten auch heute noch als verschollen. Bisher gab es immer wieder Überraschungsfunde mit Zehntausenden von Mark. Doch auch diese seien immer seltener geworden. "Wir sind sicher: Einige Scheine und Münzen werden die Deutsche Bundesbank gar nicht mehr erreichen", erklärt dazu Johannes Beermann (61) Vorstandsmitglied der Bundesbank.

Den gesamten Beitrag der "Umschau" mit dem Titel "D-Mark: Noch Milliarden nicht umgetauscht" gibt es als Stream in der ARD-Mediathek.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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