Afghanistan und Bier: So lief der Start des neuen Live-Journals auf ProSieben

Unterföhring - News-Formate liegen derzeit voll im Trend. Private TV-Sender haben deshalb zahlreiche neue Sendungen im Programm, darunter RTL. Nun präsentierte ProSieben am Montagabend zur besten Zeit selbst ein Live-Journal mit Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Linda Zervakis (46) und Moderator Matthias Opdenhövel (51).

Linda Zervakis (46) und Matthias Opdenhövel (51) waren erstmals beim ProSieben-Journal "Zervakis & Opdenhövel" im Einsatz zu sehen.
Linda Zervakis (46) und Matthias Opdenhövel (51) waren erstmals beim ProSieben-Journal "Zervakis & Opdenhövel" im Einsatz zu sehen.  © Bene Mueller/ProSieben/dpa

Es ist ein Mix aus politischen und gesellschaftlichen Themen, ein Spagat zwischen Ernst und Spaß - und der bekannte Musiker James Blunt (47) sang dazu.

Die Sendung "Zervakis & Opdenhövel" in einem Studio mit Sitzecke und einigen Studio-Zuschauern startete hochpolitisch. Die Moderatoren setzten ein wichtiges Thema auf die Agenda: Afghanistan.

Erster Gast in der neuen Sendung, die immer montags um 20.15 Uhr zu sehen sein wird, war der afghanische Popstar Aryana Sayeed (36).

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Die Musikerin berichtete über ihre Flucht aus dem Land im August. Sie sprach darüber, dass die Taliban die Frauen als Feinde ansähen. Jetzt sei man wieder an dem Punkt, an dem man bereits vor zwanzig Jahren gewesen sei, beklagte sie. Weil sie eine Karriere als Sängerin angestrebt habe, habe auch sie Drohungen der Islamisten bekommen.

Ebenfalls gut gewähltes und relevantes Thema in der zweiten Hälfte: Die Flutkatastrophe in Westdeutschland.

Ein Pärchen, das bei eben jener alles verloren hat, wurde in einem Videoclip vorgestellt und war dann im Anschluss auch zu Gast in der Sendung in Unterföhring bei München auf dem Gelände des TV-Senderkonzerns ProSiebenSat.1.

Musiker James Blunt (47, r.) war in der neuen ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel" zu Gast.
Musiker James Blunt (47, r.) war in der neuen ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel" zu Gast.  © Bene Mueller/ProSieben/dpa

"Zervakis & Opdenhövel": Top-Politiker Wolfgang Kubicki und Hubertus Heil in Sendung zu sehen

Die neue ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel" in einem Studio samt Sitzecke und einigen Zuschauern startete am Montag hochpolitisch.
Die neue ProSieben-Sendung "Zervakis & Opdenhövel" in einem Studio samt Sitzecke und einigen Zuschauern startete am Montag hochpolitisch.  © Bene Mueller/ProSieben/dpa

ProSieben hat sich eine Programm-Zeit ausgesucht, in der es Konkurrenz mit Polit-Talks gibt. Das Erste sendet in der Zeit seine Talkshow "Hart aber Fair" mit Frank Plasberg (64). Der TV-Sender Bild der gleichnamigen Boulevardmarke will mindestens bis zur Bundestagswahl unter der Woche abends einen Talk über Aufreger-Themen des Tages präsentieren.

Das Journal bei ProSieben setzt generell aber einen deutlich breiteren Fokus. So plauderte Musiker Blunt mit den Moderatoren über Bier und Brexit.

Opdenhövel und Blunt machten dann einen Bierhumpen-Stemmen-Wettbewerb. Zervakis las in dieser Zeit Zuschauerfragen an den Künstler vor, die stets über eine App reinkamen. Opdenhövel fragte den Musiker dann: "Wie lange hast Du in Deutschland gelebt?" Blunt antwortete: "Nein."

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Dazwischen gab es gewohnte Werbeblöcke.

Auch Top-Politiker waren in der Sendung zu sehen. Einspielfilme zeigten FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (69) und Arbeitsminister Hubertus Heil (48, SPD) in Taxis, die sich den Fragen von Wählern rund um die Bundestagswahl stellten.

Eine Art Speed-Dating-Format. Dann Stopp beim Currywurst-Stand. Kubicki stieg ein wenig ungelenk aus und sagte: "Früher habe ich mich amüsiert, wenn meine Mutter - wie die ausgestiegen ist aus dem Auto. Und jetzt steige ich genauso aus."

Am Ende gab es von Opdenhövel diesen Abschiedsgruß: "Und denken Sie dran: Morgen ist schon Dienstag."

Titelfoto: Bene Mueller/ProSieben/dpa

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