"Unklar, ob sie überlebt": Mann (32) drosch mit Hantelstange auf Kopf von 25-Jähriger ein

Wiesbaden/Hanau - Fast acht Jahre nach einem beinahe tödlichen Angriff auf eine junge Frau ist ein Verdächtiger festgenommen worden.

Im September 2013 soll der heute 32-Jährige mehrfach mit einer Kurzhantelstange auf den Kopf der damals 25-Jährigen eingeschlagen haben. (Symbolfoto)
Im September 2013 soll der heute 32-Jährige mehrfach mit einer Kurzhantelstange auf den Kopf der damals 25-Jährigen eingeschlagen haben. (Symbolfoto)  © Montage: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa, 123RF/foottoo

Der 32 Jahre alte Mann aus Hanau sei am Mittwochmorgen wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags im Großraum München festgenommen worden, teilten das hessische Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden sowie die Hanauer Staatsanwaltschaft mit, die zuvor einen Haftbefehl beantragt hatte.

Die Ermittler kamen dem Mann demnach auch dank eines DNA-Treffers auf die Spur. Ein Spezialeinsatzkommando habe den 32-Jährigen in einer Therapieeinrichtung festgenommen.

Dem Deutschen wird vorgeworfen, im September 2013 die damals 25 Jahre alte Rechtsreferendarin, die am Landgericht Hanau arbeitete, abends auf ihrem Nachhauseweg angegriffen zu haben. Er soll mehrfach mit einer fast zwei Kilo schweren Kurzhantelstange auf den Kopf der Frau eingeschlagen haben.

Nach der Attacke, so der Vorwurf, trug er die Schwerstverletzte in eine Seitenstraße, legte sie an einer Hauswand ab und flüchtete, nachdem zwei Zeugen aufmerksam geworden waren.

Das Opfer erlitt durch die Tat schwerste Schädelverletzungen. "Lange Zeit war unsicher, ob die junge Frau, die später an den Tathergang keine Erinnerung hatte, den Angriff überleben würde", teilten die Ermittler weiter mit.

Versuchter Mord in Hanau auch bei ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" vorgestellt

Nach der Attacke hatte das LKA die Suche nach dem Täter übernommen. Trotz "hohen Ermittlungsaufwandes" mit Einsatz von Spürhunden, DNA-Reihenuntersuchungen und der Vorstellung des Falls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" kam es zu keinem Ermittlungserfolg.

Ende Januar dann führten der Mitteilung zufolge "ein DNA-Treffer zur Intensivierung der Ermittlungen, die mit Hochdruck fortgesetzt wurden und nach Erlangung weiterer Erkenntnisse in einem dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten mündeten."

Der Mann sollte noch am Mittwoch vor eine Haftrichterin kommen.

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