Andi Scheuer scherzt in der Heute-Show: Wird er nach Politiker-Karriere ZDF-Praktikant?

Köln - Will Verkehrsminister Andreas Scheuer (46, CSU) etwa zum ZDF wechseln? Um diese kuriose Karriere-Wendung ging es in der gestrigen Heute-Show.

Andreas Scheuer (CSU, 46) war schon häufiger zu Gast in öffentlich-rechtlichen Talkshows. Vielleicht wird er ja bald ZDF-Praktikant...
Andreas Scheuer (CSU, 46) war schon häufiger zu Gast in öffentlich-rechtlichen Talkshows. Vielleicht wird er ja bald ZDF-Praktikant...  © Wolfgang Borrs/NDR/dpa

Das Wahlkampf-Fieber ergriff wohl nicht nur die Parteien, sondern auch die Heute-Show. Einen kleinen Seitenhieb gegen die CSU konnte sich die Satire-Sendung in der neuen Folge vom gestrigen Freitagabend offenbar nicht verkneifen.

Als Reporter Fabian Köster (26) den Wahlkampf der Kleinstparteien satirisch begleitete, wurde bald die bayerische Schwesterpartei der CDU eingeblendet.

Was neben einigen subtilen Sticheleien gegen CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (60) nicht fehlen durfte, war ein Interview mit Verkehrsminister Scheuer - und der überraschte!

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So reagierte er zum einen ungewöhnlich freundlich auf das Heute-Show-Team, obwohl sie ihn schon so oft mit ihrer Kritik an seiner Arbeit als Minister in die Pfanne gehauen hatten. Zum anderen machte er auch noch eine unvorhergesehene Ankündigung!

Auf Nachfrage, was er denn nach seiner Amtszeit als Verkehrsminister machen wolle, schlug er vor: "Warum nicht ein Praktikum bei der Heute-Show?"

Fabian Köster war sichtlich überrumpelt, stellte aber direkt eine Bedingung: Scheuer solle beim Verträge unterschreiben lieber immer noch eine andere Person dabei haben. Ein kleiner Seitenhieb gegen das Millionen-Maut-Projekt, das Scheuer während seiner Amtszeit gegen die Wand gefahren hatte.

ZDF-Moderator Oliver Welke: "Talkshows sind Zeitverschwendung!"

Oliver Welke (55) unterhält die Zuschauer am Freitagabend beim ZDF - und übt dabei jede Menge Kritik an aktuellen Polit-Talkshows.
Oliver Welke (55) unterhält die Zuschauer am Freitagabend beim ZDF - und übt dabei jede Menge Kritik an aktuellen Polit-Talkshows.  © Sascha Baumann/ZDF/dpa

Die CSU und ihre Politiker waren aber nicht die einzigen, die in der gestrigen Sendung ihr Fett weg bekamen: Moderator Oliver Welke (55) übte auch noch deutliche Kritik an den TV-Triellen der drei großen Spitzenkandidaten.

So sagte er unter anderem, dass die Flut an Talkshows zur Wahl am 26. September "Zeitverschwendung" seien. "Es bringt null Erkenntnis, im Schweinsgalopp durch alle Themen zu hetzen", so der 55-Jährige.

Er könne davon jedenfalls nicht viel mitnehmen. Das Triell, das am vergangenen Sonntag bei den Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlt wurde, verglich er mit einer "Assi-Talkshow wie bei RTL".

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Das letzte Triell bezeichnete er außerdem eher als Duell zwischen Laschet und Olaf Scholz (63, SPD). Die beiden hätten sich in einer Tour beleidigt und gegenseitig schlechtgemacht, während Annalena Baerbock (40, Bündnis90/Die Grünen) eher versucht hätte, zu vermitteln. Es hätte zwischenzeitlich fast so gewirkt, als ob Baerbock die Show koordinieren wolle. "Zwei bei Baerbock" wäre deswegen der bessere Name gewesen, scherzte der Komiker.

"Baerbock wirkt da wie ein Scheidungskind: Sie muss sich nur noch entscheiden, mit wem sie die nächsten vier Jahre verbringen will", spottete Welke über mögliche Koalitionen, und scherzelte weiter: "Zwei Typen schreien sich an, die Frau hört zu."

Titelfoto: Wolfgang Borrs/NDR/dpa

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