Das sagt Anne Will zur Kritik an ihrem jüngsten Polit-Talk

Berlin/München - Die jüngste Ausgabe von "Anne Wills" Talk sorgte für ordentlich Zündstoff. Ihre Fragen an CSU-Chef Markus Söder (53) stießen den Zuschauern bitter auf.

Es ist selten, aber möglich: Moderatorin Anne Will (54) sorgte für Kritik.
Es ist selten, aber möglich: Moderatorin Anne Will (54) sorgte für Kritik.  © Jörg Carstensen/dpa

Was war los? Markus Söder war via Live-Übertragung zugeschaltet. Nach der Sendung war der bayerische Ministerpräsident Gesprächsthema Nummer eins. Auslöser: Anne Wills Fragen an ihn (TAG24 berichtete).

Warum hält Söder an den Ausgehbeschränkungen fest und nicht lediglich den Maßnahmen zur Kontaktreduzierung, wie sie die Bundesregierung zunächst festlegte, wollte Anne Will wissen.

Ihre Art der Fragestellung machte User im Netz nervös: "Ist die Lage in Bayern so viel gefährlicher als anderswo, oder geht es Ihnen darum, als der härtester Corona-Bekämpfer wahrgenommen zu werden?"

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Das kontert Söder: "Das ist eine sehr unangemessene Einschätzung." Die Nähe Bayerns zu Italien und Österreich biete "eine besondere Situation".

Angesprochen auf den vermeintlichen Streit zwischen ihm und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwidert Söder selbstbewusst: "Es geht doch jetzt um eine ganz tiefernste Sache, es geht wirklich um Leben und Tod. Da ist es doch selbstverständlich, dass jeder über­legt, was der beste Weg für unser Land ist."

Rechtfertigung für die provokante Fragestellung

Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern: "Es geht um Leben und Tod."
Markus Söder (53, CSU), Ministerpräsident von Bayern: "Es geht um Leben und Tod."  © Sven Hoppe/dpa

Anne Will ließ nicht locker: "Hat sich Armin Laschet für den Großteil der Republik durchgesetzt?"

Hier fand Söder deutliche Worte: "Frau Will, finden Sie die Frage wirklich - Sie dürfen sie natür­lich stellen, logischerweise - aber finden Sie diesen Maßstab, den wir jetzt da anlegen, wirkl­ich der Sache, wenn's um Leben und Tod geht, angemessen?"

Nun hat sich die ARD-Moderatorin zu der Kritik geäußert und sie zurückgewiesen.

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Anne Wills Pressesprecherin erklärt gegenüber "Focus":

"Selbstverständlich respektieren wir Kritik immer. Auch in dieser schwierigen Zeit haben Journalistinnen und Journalisten die Aufgabe, kritisch nachzufragen."

Es sei "ja keine Kritik an einer Person, sondern die Auseinandersetzung mit der Position. Markus Söder wurde öffentlich und im Kreise der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dafür kritisiert, sich nicht an Absprachen im Sinne eines einheitlichen Vorgehens der Länder zu halten."

Damit habe man ihn in der Sendung konfrontiert.

"Bei uns reicht die Schutzkleidung noch für eine Woche", so Chefärztin Bernadett Erdmann über die Situation in ihrer Klinik.
"Bei uns reicht die Schutzkleidung noch für eine Woche", so Chefärztin Bernadett Erdmann über die Situation in ihrer Klinik.  © ARD

Für Aufmerksamkeit in der Sendung sorgte auch Chefärztin Bernadett Erdmann. Ihre Worte hatten es in sich. Denn in nur wenigen Wochen erwarte sie den "Kollaps des Gesundheitssystems". Ein weiteres Thema war: Wie lange werden die strikten Regeln gelten? Manche sprechen gar von bis zu 18 Monaten (TAG24 berichtete).

Titelfoto: ARD

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