"Es wird dramatisch enden": Tausende tickende Zeitbomben vor unseren Küsten!

Von Björn Strauss

Welt - "Schwarze Tränen der Meere" - wenn dieses Phänomen nicht angepackt wird, kommt auf die Menschheit ein riesiges Problem zu - die Ölpest. 

Eine bedrückende Doku bei ARTE zeigt, dass bald in allen Meeren die Ölpest durch uralte Kriegs-Wracks auftritt.
Eine bedrückende Doku bei ARTE zeigt, dass bald in allen Meeren die Ölpest durch uralte Kriegs-Wracks auftritt.  © ARTE

ARTE hat immer Spannendes auf Lager: Mal geht es um den weltumspannenden Keim-Blob oder auch um 400 Jahre alte Grönlandhaie... Jetzt zeigt der französisch-deutsche Sender eine beängstigende Doku zum Thema Ölpest - die "schwarzen Tränen".

Vor allen Küsten der Welt liegen "tickende Zeitbomben, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas ahnt", beschreibt ARTE die gefährliche Situation.

So seien 6300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, bald derart Schrott, dass sie das verbliebene Öl der Tanks freigeben werden - und zwar auf jeden Fall! Die Frage ist lediglich, wann. All die Wracks rosten nämlich seit über 70 Jahren im Meer vor sich hin. 

Es geht um wirklich viel: Forscher schätzen nämlich die in ihnen verbliebene Öl-Menge auf bis zu 15 Millionen Tonnen. 

Aber, was tun, um eine Ölpest zu verhindern? Die Dokumentation zeichnet ein düsteres Bild. Leider!

Von der Ostsee bis zum Pazifik - die Öl-Gefahr lauert überall

"Noch wäre Zeit, die 'schwarzen Tränen der Meere' sicher zu entsorgen", sagen Forscher.
"Noch wäre Zeit, die 'schwarzen Tränen der Meere' sicher zu entsorgen", sagen Forscher.  © ARTE

Der Film führt die Zuschauer vor die Ostseeküste Polens, bis hoch ins Norwegische, in die USA und bis zum Pazifischen Ozean. 

Wir hören Wissenschaftler, die untersuchen, wie stark der Meeresboden an manchen Orten schon durch das austretende Öl verseucht ist. 

Forscher beobachten besonders kritisch Wracks, zeigen Gefahrenszenarios auf und warnen eindringlich: Das Öl etlicher gesunkener Schiffe müsse dringend abgepumpt werden. 

"Noch wäre Zeit, die 'schwarzen Tränen der Meere' sicher zu entsorgen."

Allen Warnungen zum Trotz unternehmen die wenigsten Regierungen bisher etwas gegen die Gefahr. Es sei schlicht zu teuer - man steckt in der Tat den Kopf in den Sand!

Die Wracks auszupumpen, wäre technisch möglich, aber eben sehr aufwendig. Dabei warnen Experten schon jetzt, dass etliche der Wracks in eine "kritische Phase eintreten". 

6300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, sind bald derart Schrott, dass sie das verbliebene Öl in der Tanks freigeben werden - und eine Ölpest auslösen.
6300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, sind bald derart Schrott, dass sie das verbliebene Öl in der Tanks freigeben werden - und eine Ölpest auslösen.  © ARTE

Aufgrund der jahrzehntelangen Korrosion im salzigen Meerwasser reichen manchmal kleinste Erschütterungen aus, um die Stahlwände der gesunkenen Schiffe brechen zu lassen. 

Diese spannende Dokumentation (hier in der ARTE-Mediathek) begibt sich auf eine brisante Recherche in die Tiefen all der Meere und zeigt einen Wettlauf gegen die Zeit. 

Die Frage ist nicht ob, sondern wann weitere massive Ölaustritte aus Wracks des Zweiten Weltkriegs eine Ölpest verursachen werden.

Titelfoto: ARTE

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