Mutter blockiert, Jobs verloren: RTL-Bachelor bricht in Tränen aus

München - Beim großen Staffel-Finale der RTL-Sendung brach der Bachelor, Sebastian Preuss (29), erst mit den Regeln und später brachen bei ihm alle Dämme.

Wolle Rose haben? Am Ende gingen sämtliche Damen leer aus. (Archiv)
Wolle Rose haben? Am Ende gingen sämtliche Damen leer aus. (Archiv)  © TVNow

Das Prinzip der Dating-Show ist im Grunde ja idiotensicher. Ein Mann wird mit vielen Frauen, die ihre Instagram-Followerzahlen erhöhen wollen, zusammengeführt.

Sie lernen sich gegenseitig kennen, und am Ende sollte der Hahn im Korb seine Herzdame gefunden haben und mit ihr in den Sonnenuntergang reiten. 

In dieser Staffel lief alles etwas anders: Zwar hatte Sonnyboy Sebastian seinen Spaß daran, mit den Bewerberinnen auf Tuchfühlung zu gehen, am Ende wollte er jedoch keine als seine Partnerin haben (TAG 24 berichtete).

Danach, beim großen Finale, traf sich Sebastian Preuss mit Society-Fachfrau Frauke Ludowig (56). Dabei ging es auch um die Berichterstattung um die Schwan-Prügel-Attacken. Nachdem ein möglicher Zusammenhang zwischen ihm und einem Vorfall von 2008 hergestellt werden konnte, wonach der Maler-Azubi Sebastian P. mit einem Schwan auf einen Menschen eingeschlagen hatte, stritt der 29-Jährige via RTL die Tat zunächst ab. Später räumte er aber - nach weiteren Berichten - ein, in die Tat verwickelt gewesen zu sein.

Jedoch beteuerte er immer, dass er keinem Tier je Leid angetan hätte und damals nur das Geständnis unterschrieben hatte, da ihm sein Rechtsbeistand dazu geraten hätte (TAG24 berichtete). Was im Übrigen ein großartiges Licht auf unser Rechtssystem werfen würde.

Aber eben auch auf den jungen Sebastian Preuss. Und diese Vergangenheit holte ihn nun ein. Womit man eigentlich hätte rechnen können, wenn man in eine RTL-Sendung geht. Die Folgen seien nun dramatisch.

Beim Thema Kinder fließen die Tränen

Im Januar 2020 konnte TAG24 einen absurden Vorfall mit dem Bachelor in Verbindung bringen.
Im Januar 2020 konnte TAG24 einen absurden Vorfall mit dem Bachelor in Verbindung bringen.  © Screenshot / TAG24.de

So gestand Preuss bei Frauke Ludowig, dass er sogar seine Mutter in den Sozialen Netzwerken blockieren musste - sie sollte die Hasskommentare nicht länger lesen müssen. Und die hätten es sehr in sich gehabt und ihn sehr belastet.

Okay. Den Kandidatinnen der Show ging es teilweise nicht sehr viel besser - und die bauten ihr Image nicht auf "geläuterten Badboy"-Stories auf.

Dennoch hatte die Geschichte für Preuss auch finanzielle Nachteile. So verlor er nicht nur Aufträge, sondern musste sich zudem als Firmeninhaber vor Kunden und sogar Angestellten rechtfertigen.

Was Jugendsünden mit den aktuellen Arbeitsleistungen zu tun haben sollen, werden diese Kunden wohl selber nicht beantworten können. Zur Erinnerung: Die Schwan-Vorwürfe sind zwar durchaus heftig, dennoch soll es Menschen geben, die in mehr als einem Jahrzehnt durchaus an Reife gewinnen...  Auch seien Sponsoren abgesprungen.

Dann kann Preuss seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Denn auch die Zusammenarbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen habe er verloren. Was - jetzt mal ganz rational betrachtet - überhaupt keinen Sinn ergibt: Vor allem eine Person mit dieser Geschichte hat doch den Kindern viel mit auf den Weg zu geben. Da scheinen selbst WDR-Intendanten mehr Rückgrat zu zeigen, und es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidung noch einmal revidiert wird.

Denn dieser Verlust scheint Sebastian Preuss besonders zu treffen. Er wolle den Jugendlichen helfen, unterstrich er noch einmal, während er sich die Tränen vom Gesicht wischt. Und man ist geneigt, es ihm zu glauben. Vielleicht möchte er etwas wiedergutmachen. Vielleicht will er anderen seinen Werdegang ersparen. Aber vielleicht ist auch ein RTL-Bachelor nur ein Mensch, der vor etwa zwölf Jahren Fehler gemacht hat und seitdem dazugelernt hat.

Das Gute am Ende der aktuellen Staffel: In ein paar Tagen wird niemand mehr darüber sprechen. Und solange Preuss nicht in alte Muster verfällt oder in der nächsten Selbstdarsteller-Sendung viel anfasst, ohne sich für etwas zu entscheiden, wird auch bei ihm wieder Normalität einkehren. Also Schwan drüber.

Titelfoto: TVNow

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