"Bares für Rares": Kandidatin traut ihren Ohren kaum, ihr Flohmarkt-Fund ist uralte Rarität

Köln – Manchmal bergen Flohmärkte große Schätze und Käufer finden unerwartet eine Rarität, mit dem sie Jahre später ein kleines Vermögen machen können. Genau das passiert Elisabeth Hakvoort (73) in der neuesten "Bares für Rares"-Folge vom Donnerstag.

Sven Deutschmanek (45) schaut sich die geschichtsträchtige Tracht gemeinsam mit Horst Lichter (59) genauer an.
Sven Deutschmanek (45) schaut sich die geschichtsträchtige Tracht gemeinsam mit Horst Lichter (59) genauer an.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Denn die 73-Jährige stöberte vor Jahren auf einem österreichischen Flohmarkt und fand ein Kostüm, das sich ihrer Meinung nach wunderbar für Karneval eignen könne.

Zu Hause angekommen, bemerkte sie, dass ihr Kauf allerdings viel wertvoller sein könnte als gedacht. Aus diesem Grund blieb es Jahre im Schrank hängen.

Damit sollte nun allerdings Schluss sein und Hakvoort macht sich auf den Weg ins Pulheimer Walzwerk.

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"Es fällt mir etwas schwer, da es sehr schön ist, aber es nimmt auch sehr viel Platz weg", begründet die Kandidatin ihre Entscheidung.

Moderator Horst Lichter (59) ist zunächst irritiert. Das Kostüm könne für einen Stierkämpfer aus Spanien bestimmt sein - oder ist es doch ein Kostüm für Kinder?

Experte Sven Deutschmanek (45) weiß es besser: "Es ist eine alte Festtagstracht aus dem Balkan-Raum beziehungsweise dem östlichen Mittelmeerraum."

Flohmarktfund entpuppt sich als wertvolle Rarität

Elisabeth Hakvoort (73) ist begeistert: Ihr Flohmarkt-Fund entpuppt sich als wertvolle, slawische Tracht.
Elisabeth Hakvoort (73) ist begeistert: Ihr Flohmarkt-Fund entpuppt sich als wertvolle, slawische Tracht.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Es sind eine Yelek und eine Misiraba, angehaucht aus dem osmanischen Reich", klärt der Experte weiterhin auf. Auch eine Art Überwurf befindet sich unter den Teilen.

Die "super aufwendig" hergestellte Trachtenkombination hat außerdem noch ein weiteres Geheimnis. "Es ist sehr alt. Ungefähr 120 Jahre", weiß Deutschmanek.

Damit hatte Kandidatin Hakvoort nicht gerechnet. Aus ihrem einstigen Flohmarktfund wird im Nu ein geschichtsträchtiges Kleidungsstück. "Es ist alles in Handarbeit gemacht worden", beschreibt der Experte weiter. "Man hat sogar Korallen vernäht. Ich finde es sensationell."

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Für ihn grenze die detailreiche Handarbeit an etwas "museales".

Allein das Gewicht der verschiedenen Teile des Kostüms würde viel über die Hochwertigkeit der Tracht aussagen. "Wenn du jetzt losgehst und du würdest so was in Auftrag geben, das könnte man nicht bezahlen", ist sich Deutschmanek sicher.

Hakvoort wird von Mal zu Mal ruhiger. Denn auch der Erhaltungszustand ihres Schrank-Hüters sei "sehr gut". Sie kann gar nicht fassen, dass sie damals nur schlappe 50 Euro für die perlenbestickte Seltenheit zahlte. "Mein Wunschpreis liegt daher so bei 200 Euro", eröffnet sie vorsichtig.

"Das gesamte Konvolut ist 1400 Euro wert", entgegnet der Experte. Daraufhin vergisst Hakvoort beinahe zu atmen: "Das kann man sich gar nicht vorstellen. Es liegt auf dem Flohmarkt, man denkt man kauft was für den Fasching und dann ist es doch ein bisschen besser."

Für sie geht es ein paar Meter weiter in den Händlerraum.

Die Jacke, Misiraba genannt, wurde vor rund 120 Jahren in mühseliger Kleinarbeit bestickt.
Die Jacke, Misiraba genannt, wurde vor rund 120 Jahren in mühseliger Kleinarbeit bestickt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Ein Händler weiß ganz genau, wo er die Tracht verkaufen will

Auch Händler Wolfgang Pauritsch (49) ist von der Tracht angetan und nimmt sie genau unter die Lupe.
Auch Händler Wolfgang Pauritsch (49) ist von der Tracht angetan und nimmt sie genau unter die Lupe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Auch dort ist man von der slawischen Festtagstracht, die unter anderem für Hochzeiten genutzt wurde, begeistert. Jedoch wissen die Händler nicht so recht, für welche Zwecke das Kostüm bestimmt war.

"Wer passt denn da rein?", fragt sich Walter Lehnertz (54). "Ja, du nicht", kontert die 73-jährige Kandidatin frech. Die Gebote schießen nach einer anfänglichen Einordnung der Tracht schnell in die Höhe.

Anfangs bleiben die Händler etwas verhalten, doch Wolfgang Pauritsch (49) scheint es auf das Kostüm abgesehen zu haben. Schlussendlich ist es auch er, der die Tracht für 600 Euro ergattert. Deutlich weniger als die Expertise...

"Es ist schwer einzuschätzen, weil wir so etwas noch nie hatten", erklärt der Händler. Doch Hakvoort ist zufrieden. Und auch Pauritsch weiß schon ganz genau, wo er die Tracht an den Mann bringen will: "Ich bin ja fast an der slawischen Grenze aufgewachsen. Und dort sind sie wirklich sehr stolz auf diese Stücke. Ich verkaufe es wieder zurück in dieses Land."

Welche anderen Raritäten bei "Bares für Rares" noch unter den Hammer kommen, zeigt das ZDF täglich ab 15.05 Uhr im TV oder in der Mediathek.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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