"Bares für Rares": Uralte Bronzestatue erzielt unerwartet hohen Preis

Köln - Das Alter hat ja bekanntlich seine ganz eigenen Werte. Dass einige Gegenstände mit der Zeit immer wertvoller werden, beweist eine Bronze-Statue in der "Bares für Rares"-Folge am Freitag.

Tochter Sarah Hain und Vater Michael Broch trennen sich von der Bronze-Statuette, nachdem diese 70 Jahre der Familie gehört hatte.
Tochter Sarah Hain und Vater Michael Broch trennen sich von der Bronze-Statuette, nachdem diese 70 Jahre der Familie gehört hatte.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Ein schwarzer, römischer Reiter mit einer Lanze auf einem Marmor-Sockel. Das könnte für Laien erst einmal unspektakulär klingen.

Doch wenn Kunstexpertin Friederike Werner (59) ihre Augen über alte Schätze gleiten lässt, wird schnell deutlich, dass da so mancher Schatz von den "Bares für Rares"-Teilnehmern zutage befördert wurde.

Und so treten Sarah Hain und Michael Broch den Weg von Flensburg nach Köln an, um einen römischen Lanzenreiter bewerten zu lassen.

"Das ist ein 'Cavalier romain' des berühmten Pariser Künstlers Emmanuel Frémiet", beginnt Werner. "Die ursprüngliche, viel größere Statue wurde 1865 von Kaiser Napoleon dem Dritten in Auftrag gegeben. Die Statue war aber so beliebt, sodass sie nach 1866 als kleinere Version herausgegeben wurde."

Das Vater-Tochter-Gespann staunt nicht schlecht. Anhand der eingravierten Nummer kann die Expertin mit großer Sicherheit behaupten, dass es das 135. Stück der Auflage gewesen sein muss.

Römischer Reiter von hohem Wert

Die kleine Statue ist auch nach ungefähr 160 Jahren noch sehr gut erhalten.
Die kleine Statue ist auch nach ungefähr 160 Jahren noch sehr gut erhalten.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Aber es fehlt ein Gießerei-Stempel", entgegnet Moderator Horst Lichter (59). Bei anderen Objekten könnte das eine billige Kopie bedeuten. Doch Werner muss ihn verbessern.

Da die Frémiet-Statue keinen Stempel aufweist, kann von einer besonderen Qualität ausgegangen werden. "Wahrscheinlich hat der Bildhauer die Statue in den 1860er-Jahren sogar selbst gegossen", fügt sie hinzu.

Dass dem Reiter an nichts fehlt und er auf wertvollem gelben Marmor steht, macht ihn nur noch wertvoller. All das wussten Tochter Hainen und Papa Broch nicht. 500 bis 1000 Euro hatten sie sich darum für den einstigen Staubfänger gewünscht. Doch die Expertin erhöht: Der Reiter sei 1800 bis 2000 Euro wert.

Auch die Händler sind sich einig, dass der Reiter in einem tollen Zustand viel Wert sein muss. Gestartet wird bei 600 Euro. Schnell ist man bei 1000 Euro. Der Wunschpreis wäre erreicht. Doch dabei bleibt es nicht. Auktionator Christian Vechtel (46) macht bei 1100 Euro weiter.

Bis sich nach einigen weiteren Geboten auch Thorsden Schlößner (59) mit 2000 Euro und Julian Schmitz-Avila (34) mit 2100 Euro zu Wort melden. Schmitz-Avila ist es auch, der schlussendlich alle anderen Händler abhängt und den Reiter für 2650 Euro erbeutet.

Vater und Tochter sind mehr als glücklich. Dem geplanten Familienurlaub an der Nordseeküste steht somit nichts mehr im Wege.

Die Show "Bares für Rares" läuft immer werktags ab 15.05 Uhr im ZDF oder in der ZDF-Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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