Bares für Rares: Preis für seltenen Weltmeister-Koffer ist ernüchternd

Köln - Stefan Harpering (30) aus Ahaus (Kreis Borken) hatte bei "Bares für Rares" etwas seltenes im Gepäck: einen Reisekoffer der deutschen Nationalmannschaft aus dem Weltmeisterjahr 2014. Er war sich sicher, dass die Händler dafür einiges bieten. Doch das Fazit war erschreckend.

Der 30-jährige Stefan Harpering ist zunächst zuversichtlich und glaubt, dass die Händler viel für seinen Koffer zahlen werden.
Der 30-jährige Stefan Harpering ist zunächst zuversichtlich und glaubt, dass die Händler viel für seinen Koffer zahlen werden.  © Montage: ZDF/Screenshot/Bares für Rares

In der Dienstagsfolge der Raritäten-Show ging es um ein Sammlerstück, das auf den ersten Blick eher durchschnittlich erschien: ein roter Koffer der Firma Rimowa.

Das Besondere daran war jedoch die Spezialanfertigung für die deutsche Nationalmannschaft. "Es ist ein Koffer, der 2014 mit in Brasilien war", erklärte Besitzer Harpering.

"Der Koffer gehörte einem Bekannten, der damals mit der Mannschaft mitgereist ist. Der brauchte den Koffer nach der Weltmeisterschaft aber nicht mehr, da er nur drei Sterne aufgestickt hat."

Wer 2014 aufgepasst hat weiß, dass Deutschland sich damals den vierten Stern holte. Der Koffer war somit veraltet und lag auch beim Kollegen von Harpering im Keller herum. Der überlegte nicht lang und kaufte ihm die Rarität ab.

Experte Sven Deutschmanek (44) und auch Moderator Horst Lichter (59) waren sichtlich angetan von der Geschichte.

2014 reiste der Koffer zusammen mit Harperings Bekanntem, einem Sicherheitsbeauftragten der Nationalmannschaft, mit nach Brasilien.
2014 reiste der Koffer zusammen mit Harperings Bekanntem, einem Sicherheitsbeauftragten der Nationalmannschaft, mit nach Brasilien.

Geschichte wird mitbewertet

Deutschmanek betonte, dass die Koffer der Kölner Firma Rimowa hochwertige Gebrauchsgegenstände sind und die Nationalmannschaft mit diesen Koffern ausgestattet wird.

"Natürlich kann man einen normalen Rimowa-Koffer kaufen, aber halt nicht einen Koffer, der zum DFB-Team gehörte", so der Fachmann. "Trotzdem sehr schade, dass der Koffer zu keinem Spieler gehörte."

Als Rarität wurde der Koffer dennoch abgestempelt genau deswegen verlangte der 30-jährige Ahauser auch 1500 Euro. "Wie viel?", grätschte Lichter entgeistert dazwischen. Doch auch Deutschmanek ging mit dem Preis hoch und bewertete den Koffer mit 800 bis 1200 Euro: "Die Geschichte muss mitbewertet werden."

Händler Wolfgang Pauritsch (49, rechts) hätte 800 Euro für den Koffer gezahlt. Das war Harpering jedoch zu wenig.
Händler Wolfgang Pauritsch (49, rechts) hätte 800 Euro für den Koffer gezahlt. Das war Harpering jedoch zu wenig.  © ZDF/Screenshot/Bares für Rares

Freude währt nicht lange

Leider verlief der Einstieg im Händlerraum mehr als ernüchternd. Händler Wolfgang Pauritsch (49) startete mit einem Anfangsgebot von 200 Euro. Die Enttäuschung stand Harpering ins Gesicht geschrieben. Zusammen mit Walter Lehnertz (54) schaukelte Pauritsch sich noch etwas hoch bis das Gebot bei 400 Euro stockte. Harpering unterbrach die Händler und verkündete seinen Wunschpreis von 1200 Euro.

Sichtlich zu hoch für die Händler. Pauritsch ließ noch eine Zeit lang mit sich reden und erhöhte sein Gebot auf 800 Euro. "Nein, tut mir leid", erklärte Harpering. "Dann fährt der Koffer wieder mit."

Und so musste ein enttäuschter Harpering samt Koffer und ohne Geld zurück ins Münsterland fahren.

Titelfoto: Montage: ZDF/Screenshot/Bares für Rares

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