Bares für Rares: Wolfgang Pauritsch packt aus! Über Kohle, Trödel und Rolex

Leipzig - „Ich wollte immer Kunstgeschichte studieren, aber ich bin arbeiten gegangen, weil ich meine Großeltern und meine Mama unterstützen wollte.“ Das sagt ausgerechnet Wolfgang Pauritsch (46), der heute einer der absoluten Stars der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ ist.

Bereits seit 2013 läuft „Bares für Rares“, Pauritsch (46) ist als einer der wenigen von Anfang an dabei.
Bereits seit 2013 läuft „Bares für Rares“, Pauritsch (46) ist als einer der wenigen von Anfang an dabei.  © PR/MDR Sachsen

Der Händler der ersten Stunde wuchs bei seinen Großeltern auf, der Vater hatte die Familie verlassen, seine Mutter arbeitete in der Tourismusbranche und war viel unterwegs. Bevor er Fernseh-Star wurde, arbeitete Pauritsch nämlich unter anderem als Schlosser, Installateur, Nachtwächter, Hundeführer und Detektiv.

Beim >> Radiosender MDR Sachsen sprach der gebürtige Österreicher jetzt über sein Leben und „Bares für Rares“.

Nachdem er sich in allerlei Jobs versuchte, um seine Familie finanziell unterstützen zu können, absolvierte Pauritsch ein Fernstudium der Kunstgeschichte. „Das bringt einem zwar theoretisches Wissen bei, aber die Praxis ersetzt das nicht. Ich muss die falsche Rolex einmal in der Hand gehalten haben, um den Unterschied zu kennen“, erzählt der Antiquitäten-Händler.

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Woher sein großes Interesse für alte Dinge kommt? „Ich hatte eine ganz tolle Geschichtslehrerin, die konnte einem Dinge erzählen, in die man sich richtig hineinversetzen konnte. Das hat mich fasziniert. So wurde mein Geschichts-Interesse geweckt“, sagt Pauritsch. „Auf dem Flohmarkt war ich schon als kleines Kind mit meinem Großvater, habe dort Dinge gekauft, aber nicht weiterverkauft.“

Mittlerweile kennen sich alle untereinander, aktuell sind es bereits 27 Händler, vier davon und zwei Experten sind von Anfang an dabei!
Mittlerweile kennen sich alle untereinander, aktuell sind es bereits 27 Händler, vier davon und zwei Experten sind von Anfang an dabei!  © PR ZDF

Nur heute ist so ein kleiner Spaziergang über einen Trödelmarkt gar nicht mehr so einfach für den ZDF-Trödler.

„Die Leute erkennen mich. Ich hab’ dann einen Hut auf und einen Anorak an, den ziehe ich bis zur Nase hoch.“ Das scheint ihm nur leider wenig zu nützen. „Schlimm ist es dann, wenn ich mit den Leuten spreche, weil viele mich an meiner Stimme erkennen, die ist anscheinend sehr markant.“

Bereits seit 2013 läuft „Bares für Rares“, Pauritsch ist als einer der wenigen von Anfang an dabei.

Und noch heute ist er begeistert von der Show. „Mittlerweile kennen wir uns alle untereinander, aktuell sind wir ja bereits 27 Händler, vier davon und zwei Experten sind von Anfang an dabei, die anderen kamen alle später hinzu. Aber es macht einfach immer wieder Spaß, denn jeder Händler hat seine eigene Geschäftshilosophie, seine eigene Art wie er spricht und handelt und deswegen wird die Sendung eigentlich nie langweilig.“

Und als er über die Erfolgs-Show spricht, verrät Wolfgang Pauritsch auch gleich noch, wie streng es hinter den Kulissen zugeht. Denn: Die Zuschauer sehen in der Show schon vorab die Experteneinschätzung zu den angeboten Raritäten. Die Händler dagegen dürfen dort noch nicht lauschen. „Wir haben einen ganz eigenen Raum am Set, dürfen nicht mit den Experten sprechen, nicht mal mehr im selben Hotel übernachten und wir sehen sie auch zum Mittag nicht, weil die Pausen zeitversetzt sind. Somit ist aber auch klar, dass nicht geschummelt wird. Die Leute sollen sehen, dass die Show echt ist und sie ist echt.“

Und wie viel Geld haut er meist so pro Sendung raus? „ Es kommen immer sehr viele Objekte zum Verkauf. Wir machen immer an einem Tag zwei Sendungen, vormittags gibt’s immer sechs Menschen, die etwas verkaufen wollen und nachmittags auch“, erklärt der Händler. „ Da muss man dann als Händler immer genug Geld mitnehmen, aber wir wissen ja nicht, welche Artikel angeboten werden. Deshalb bin ich immer auch froh, dass in der Show auch Trödel eine Chance bekommt, Sachen, die 30 oder 40 Euro wert sind, damit ich nicht ständig zur Bank rennen muss, um neues Geld zu holen.

Ich habe immer einige Tausend Euro dabei, wenn ich eine Woche zum Dreh fahre, Es ist schon vorgekommen, dass ich nur 1000 Euro in der gesamten Woche ausgegeben habe, es ist aber auch schon passiert, dass ich schon am zweiten Tag in Köln zur Bank musste, um Nachschub zu holen.“

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