Rausschmiss bei "Bares für Rares": Kandidatin befolgt Regeln nicht, Lichter verweigert Händlerkarte

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Köln - Bei "Bares für Rares" gibt es strikte Regeln. Befolgt man diese nicht, greift Moderator Horst Lichter (64) durch. Das muss auch eine Kandidatin feststellen, die überzogene Preisvorstellungen hat.

Gabriele Linder (56) aus Solingen hat bei "Bares für Rares" enorme Preisvorstellungen für ihre Porzellanschale.
Gabriele Linder (56) aus Solingen hat bei "Bares für Rares" enorme Preisvorstellungen für ihre Porzellanschale.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Gabriele Linder (56) aus Solingen bringt eine üppig verzierte Porzellanschale mit in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln.

Geerbt habe sie das Gefäß von ihrer Großtante aus Hamburg vor rund 20 Jahren. "Das ist eine sehr schöne Erinnerung, aber so schön finde ich das Teil jetzt nicht, dass ich es auch behalten möchte", macht die Redaktionsassistentin klar.

Für den früheren TV-Koch Lichter sei die Schüssel allerdings Neuland, denn so eine Schale habe er noch nicht gesehen, weshalb er die ganze Zeit am Überlegen ist, wofür man das Objekt nutzen kann.

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"Ich komme nur auf eine sinnvolle Sache: eine Obstschale", so der Entertainer, "weil Suppen, Saucen und Blumen sind gänzlich raus aus der Nummer."

Für Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) sei die Funktion sekundär, denn "in erster Linie ist es ein Kunststück", weiß die Sachverständige.

"Es ist von der Porzellanmanufaktur Meissen und ich erkenne sofort schon an den Schwertern, dass es aus dem 19. Jahrhundert stammt", so die 60-jährige Expertin.

Die Schüssel stammt von der berühmten Porzellanmanufaktur Meissen.
Die Schüssel stammt von der berühmten Porzellanmanufaktur Meissen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Gast hat überzogene Preisvorstellungen

Moderator Horst Lichter (64) bleibt hart und verweigert der Kandidatin die Händlerkarte.
Moderator Horst Lichter (64) bleibt hart und verweigert der Kandidatin die Händlerkarte.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Allerdings sei die Porzellanschale nicht von einer Hausmalerei bemalt worden, sondern von der Manufaktur selbst.

"Der Entwurf ist auch bekannt: Johann Carl Schönheit. Dieser Entwurf ist von 1790, aber das Teil stammt nicht aus dieser Zeit, sondern wurde nachmodelliert", erklärt Rezepa-Zabel, die die Schale für ein "besonderes Stück" hält, welches es wahrscheinlich nur sehr selten gebe.

Allerdings gibt es Probleme beim Zustand, denn die Schale habe ein paar Glasurrisse, wie die Sachverständige feststellt.

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Nichtsdestotrotz möchte die Redaktionsassistentin aus Solingen 1500 bis 2000 Euro für ihre Porzellanschale haben.

Aufgrund einiger Fehlstellen kann die Expertin da aber nicht mitgehen, weshalb sie das Objekt auf 800 bis 1000 Euro schätzt.

"Würdest du da bei deinem Gewissen sagen, das mache ich?", will Moderator Horst Lichter von seiner Kandidatin wissen.

"Nö", macht die 56-Jährige schnell klar und ist der Ansicht, dass "mehr dabei rumkommen" könne. Gabriele möchte unbedingt 1500 Euro haben, sodass der 64-jährige Entertainer kurzen Prozess macht, der Kandidatin die Händlerkarte verweigert und sie herausschmeißt.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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